„UglyDolls“
Power in Plüsch

Im Genre der Spielzeugverfilmung sind diese Woche die UglyDolls-Plüschpuppen am Drücker, die seit 2001 so tun, als seien sie ein Gegenentwurf zu all den niedlichen und herzigen Puppen auf dem Markt, obwohl sie natürlich selbst niedlich und herzig sind, trotz Einäugigkeit und Überbiss.

Freitag, 04.10.2019, 13:08 Uhr aktualisiert: 04.10.2019, 13:41 Uhr
Teils einäugig und teil mit Überbiss, sind die UglyDolls dennoch herzige Puppen.
Teils einäugig und teil mit Überbiss, sind die UglyDolls dennoch herzige Puppen. Foto: TOBIS Film GmbH

Der Mythos wird nun auch in diesem mäßig animierten Trickfilm (Regie: Kelly Asbury , „Gnomeo & Julia“) zelebriert. Die „UglyDolls“ leben zufrieden im Örtchen Uglyville, nicht wissend, dass es sich dabei um die Resterampe einer Puppenfabrik handelt, die dorthin all jene „Produkte“ entsorgt, die den gängigen Schönheitsnormen nicht entsprechen. Puppe Moxy findet einen Weg ins „Institut für Perfektion“, wo ein Bösewicht unbedingt verhindern will, dass die „UglyDolls“ doch noch an liebende Kinder geraten könnten.

Die Sei-wie-du-bist-Botschaft ist sympathisch, wird aber in grausig-glatten Songs aufdringlich durchgenudelt: „Anders“ oder „besonders“ ist daran gerade nichts. Und wo im Original zig Popstars von Kelly Clarkson über Janelle Monáe bis Charli XCX zu hören sind, muss man sich im Deutschen mit Bibi Blocksberg begnügen: Lina Larissa Strahl spricht und singt die Moxy. 

Bewertung

2 von 5 Punkten. Läuft im Cineplex.

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