The Peanut Butter Falcon
Unterwegs wie mit Mark Twain

Als der 22-jährige Zak (Gottsagen) aus dem Altenheim flieht, in das er wegen seines Down-Syndroms gesteckt wurde, trifft er auf den kleinkriminelle Krabbenfischer Tyler (Shia LaBoeuf): Eine Filmgeschichte um Reise und Freundschaft.

Donnerstag, 19.12.2019, 14:02 Uhr aktualisiert: 19.12.2019, 15:26 Uhr
Für Zak (Zak Gottsagen) erfüllt sich in „The Peanut Butter Falcon“ auf etwas andere Weise der Traum von der Wrestler
Für Zak (Zak Gottsagen) erfüllt sich in „The Peanut Butter Falcon“ auf etwas andere Weise der Traum von der Wrestler Foto: Tobis/dpa

Die Filmgeschichte ist voll von Geschichten, in denen unterschiedliche Charaktere während einer gemeinsamen Reise Freunde werden oder sich verstehen lernen. Die Formel funktioniert seit „Rain Man“ mit Behinderten, und so ist das tragikomische Road Movie „The Peanut Butter Falcon“ von Michael Schwartz und Tyler Nilson vorhersehbar wegen der Sympathiewerte für den an Trisomie 21 leidenden Hauptdarsteller Zak Gottsagen und zugleich eine Verbeugung vor den Südstaaten Mark Twains.

Als der 22-jährige Zak (Gottsagen) aus dem Altenheim flieht, in das er wegen seines Down-Syndroms gesteckt wurde, trifft er auf den kleinkriminelle Krabbenfischer Tyler ( Shia LaBoeuf), der gerade das Lager des Fischereibetreibers Duncan (John Hawkes) in Brand gesetzt hat. Zak will unbedingt seinen Traum von einer Wrestler-Karriere verwirklichen und ins 100 Meilen entfernte Ayden zu seinem Idol reisen.

Erst ein Klotz am Bein, erweist sich Frohnatur Zak, der Erdnussbutter (daher der Titel) liebt, als Kumpel auf der Flucht vor dem rachsüchtigen Duncan und Sozialarbeiterin Eleanor (Dakota Johnson), die Zak zurückbringen soll und sich in Tyler verliebt. Soweit die Kitsch-Klischees, die vor allem durch Gottsagen und seine erstaunliche Leistung als Filmdebütant unterlaufen werden, der es trotz Slapstick-Situationen (Rückstoß des Gewehrs) schafft, dass mit ihm gelacht wird.

LaBoeuf und Johnson, schauspielerisch weit mehr als „Transformer“ und „Mr. Grey“-Lover, spielen ein entzückendes Paar, das in ein unbefriedigendes Ende läuft. Am meisten punktet neben einigen Nebendarstellern (Gastauftritt Bruce Dern) die atemberaubende Sumpflandschaft von North Carolina, wo Zak und Tyler auf der Flucht mit einem selbstgebauten Floß wie moderne Brüder von Tom Sawyer und Huckleberry Finn ihre warmherzig getönte Odyssee erleben. Mit ein paar Abzügen ist das sehenswert.

Bewertung

The Peanut Butter Falcon: Abenteuer-Drama mit Shia LaBeouf und Dakota Johnson (98 Minuten).

Bewertung: 3 von 5 Sternen

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