„Underwater“
Wildes Alien am Meeresboden

Mit einem Tiefseemonster bekommen es Kristen Stewart und Vincent Cassel als Crew-Mitglieder auf einer Forschungsstation zu tun. Wem das bekannt vorkommt: „Alien“ lässt wieder grüßen.

Freitag, 10.01.2020, 10:06 Uhr aktualisiert: 10.01.2020, 14:14 Uhr
Vorsicht, Kratzer! Mechanikerin Norah (Kristen Stewart) wird in dieser Szene von ihrem Captain (Vincent Cassel) untersucht.
Vorsicht, Kratzer! Mechanikerin Norah (Kristen Stewart) wird in dieser Szene von ihrem Captain (Vincent Cassel) untersucht. Foto: Twentieth Century Fox France

Wer erleben will, wie ein Talent vergeudet wird, der tauche im faden Science-Fiction-Action-Abenteuer „Underwater“ mit Kristen Stewart („3 Engel für Charlie“) auf den Meeresboden. Stewart (die „Twilight“-Trilogie) sieht als Mechanikerin mit radikalem Kurzhaarschnitt aus wie ein gebleichter Mecki und ist verloren in einer Rolle, die vor 40 Jahren (!) von Sigourney Weaver in Ridley Scotts unerreichtem Sci-Fi-Klassiker „Alien“ geprägt und erheblich besser gespielt wurde.

Charisma vergeudet

Wer erleben will, wie Charisma vergeudet wird, der tauche mit Vincent Cassel (zuletzt „Alles außer gewöhnlich“) auf den Meeresboden. Da sitzt er als müder Captain einer riesigen Forschungsstation vor Monitoren und lässt seine junge Mannschaft Sprüche klopfen, die er als abgeklärter Hund schon Jahre hinter sich gelassen hat.

Wer erleben will, wie ein modernes Drehbuch (Brian Duffield und Adam Cozad) die Blaupause einer Geschichte ist, die nach 40 Jahren (!) noch als echter Spannungsfaktor durchgeht, wird hier fündig. Es ist Scotts „Alien“-Schocker, der bis in einzelne Einstellungen kopiert wird und nicht nur dadurch Langeweile und Vorhersehbarkeit erzeugt, die in heutigen Sci-Fi-Filmen nicht mehr vorkommen dürften.

Zeit besser nicht vergeuden

Wer „Alien“ nicht kennt und erleben will, wie ein Regisseur (William Eubank) keine inszenatorischen Einfälle hat, der mühe sich mit Szenen ab, in denen die siebenköpfige Crew des Unterwasserlabors 5000 Meilen von der Künste entfernt und 700 Meilen tief auf dem Meeresboden von Erdbeben heimgesucht und von Wassermassen überrollt wird (das ist immerhin anders als in „Alien“). Dieser Spezial-Effekt übertrifft sogar Kristen Stewarts Kurzhaarschnitt.

Wer schließlich nicht mehr erleben will, wie letztendlich ein wildes Tiefseemonster unter dem Meeresboden aufwacht und mit scharfen Zähnen, die allerdings weder H.R. Gigers Urmonster in „Alien“ noch den Hai in „Meg“ übertreffen, die Crew nach bewährtem Muster dezimiert, der tut gut daran, seine Zeit nicht mit diesem Bluff zu vergeuden.

Bewertung: 1 von 5 Sternen

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