„Romys Salon“
Alles für die Oma

Filme zum Thema Demenz ohne Kitsch zu produzieren, ist schwierig. Dieser holländische Jugendfilm ist ein positives Gegenbeispiel.

Donnerstag, 06.02.2020, 14:48 Uhr aktualisiert: 06.02.2020, 16:42 Uhr
Oma Romy (Beppie Melissen) und Enkelin Stine (Vita Heijmen) verstehen sich allmählich.
Oma Romy (Beppie Melissen) und Enkelin Stine (Vita Heijmen) verstehen sich allmählich. Foto: Elmer van der Marel/Farbfilm

Wer mit ungutem Gefühl aus Til Schweigers „Honig im Kopf“ gekommen ist, hat mit dem holländischen Jugendfilm „Romys Salon“ die weit bessere Version des Themas Demenz im Alter und des heute fast vergessenen „Generationenvertrags“ vor sich.

Nach dem gleichnamigen Kinderbuch von Tamara Bos erzählt Regisseurin Mischa Kamp , Spezialistin für entsprechende Stoffe („Tony 10“, „Ein Pferd für Winky“), von der jungen Stine (Vita Heijmen), die im Frisiersalon der Großmutter Romy (Beppie Melissen) aushilft, weil ihre geschiedene Mutter Margot (Noortje Herlaar) wieder arbeiten muss. Romy ist anfangs von der flotten Enkelin nicht begeistert.

Geschichte über Verunsicherung und Verantwortung

Als sich bei Romy erste Anzeichen von Demenz zeigen – sie spricht plötzlich Dänisch und steht im Nachthemd auf der Straße –, scheint der Weg ins Altersheim vorgezeichnet. Stine findet Wege, Oma aufzumuntern und zu helfen.

Ohne Kitsch läuft die kleine Geschichte um das Scheidungskind, das von Verunsicherung zu Verantwortung gelangt, ab. Nichts ist konstruiert und die Idee, Oma bei der Arbeit und zuhause mit Kater Jens eine würdigere Welt zu schaffen, ist denkwürdig. Empfehlenswert.

Bewertung

„Romys Salon": Jugendfilm von Mischa Kamp mit Vita Weijmen, Noortje Herlaar und Beppie Melissen

Bewertung: 3 von 5 Sterne

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