„Birds of Prey“
Raubvögel über Gotham City

Im Flop „Suicide Squad” war Margot Robbie als Harley Quinn der einzige Lichtblick. Im achten Film des DC-Universums bekommt sie nun ihren eigenen Film – als Gründungsmitglied der titelgebenden „Birds of Prey” quatscht sie auch schon mal keck in die Kamera.

Donnerstag, 06.02.2020, 14:52 Uhr aktualisiert: 06.02.2020, 16:51 Uhr
Margot Robbie darf als Harley Quinn zynisch in die Kamera quatschen.
Margot Robbie darf als Harley Quinn zynisch in die Kamera quatschen. Foto: Warner

Während das MCU, das Kino-Universum der Comic-Platzhirsche von Marvel, mit dem Etappenziel „Avengers: Endgame“ unlängst den erfolgreichsten Film aller Zeiten vorlegte, mäandert die Konkurrenz von DC Comics beim Aufbau ihres eigenen Kino-Universums (DCEU) um Batman, Superman und Co. mit eher wechselndem Erfolg vor sich hin: Mit „Aquaman“ gab es zuletzt zwar einen Überraschungs-Hit, doch ausgerechnet der für elf Oscars nominierte „Joker“ fand als Unikat außerhalb des DCEU statt.

Kein Wiedersehen mit dem Joker

Mit Joaquin Phoenix’ ausgemergeltem Grinsemann gibt es in „Birds of Prey“, dem achten DCEU-Film, also kein Wiedersehen: In einer Zeichentricksequenz verabschiedet sich der Joker gleich zu Beginn von seiner schurkischen Gespielin Harley Quinn . Das von Margot Robbie gespielte Anarcho-Girl war das Highlight des vergurkten Superschurkentreffens „Suicide Squad“ (2016), weshalb sie jetzt ihren eigenen Film bekommt, in dem sie wie Marvels „Deadpool“ zynisch in die Kamera quatscht.

Außerdem ist „Birds Of Prey“, rasant inszeniert von Cathy Yan, auch die Gründungsgeschichte der titelgebenden Truppe, die seit 1996 durch diverse DC-Comics fegt. Neben Harley kämpfen darin Armbrust-Killerin Huntress (Mary Elizabeth Winstead), Sängerin Black Canary (Jurnee Smollett-Bell) und Polizistin Montoya (Rosie Perez) in Gotham City gegen das Böse. In diesem Film tun sie sich allerdings erst zum Showdown zusammen, zuvor kämpfen sie vorwiegend alleine gegen den folterfröhlichen Psychotiker „Black Mask“, den Ewan McGregor in kunstvoll übertriebenem Overacting auf die Leinwand knattert.

Vorhersehbarer Plot, aber spektakuläre Action

Spaß macht der Film schon, auch wenn er wenig originell durch einen schon x-fach gesehenen Standard-Plot kurvt. Die Actionszenen sind teils spektakulär gelungen. Trotzdem wirkt „Birds of Prey“ vor allem wie das Vorspiel für all das, was mit diesem Team in Zukunft alles noch möglich sein könnte: Bei Erfolg dürfen wir uns also getrost auf Sequels einstellen.

Bewertung

„Birds of Prey”: Actionfilm von Cathy Yan mit Margot Robbie, Ewan McGregor und Rosie Perez (109 Minuten)

Bewertung: 3 von 5 Sternen

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