„Nightlife“
Elyas M’Barek hetzt durch die Märchenversion einer Berliner Nacht

Wer ein Date Movie für den Valentinstag oder das folgende Wochenende sucht: Hier ist es. „Willkommen bei den Hartmanns”-Regisseur Simon Verhoeven bündelt deutsche Star-Power und lässt Elyas M’Barek, Palina Rojinski und Frederick Lau von Gangstern jagen. Durch ein Berliner Nachtleben, das es so nur im Kino gibt.

Donnerstag, 13.02.2020, 16:34 Uhr aktualisiert: 13.02.2020, 17:11 Uhr
Gute Nacht für Sunny (Palina Rojinski) und Milo (Elyas M‘Barek).
Gute Nacht für Sunny (Palina Rojinski) und Milo (Elyas M‘Barek). Foto: Warner Bros/dpa

Elyas M’Barek und Frederick Lau spielten bereits gemeinsam in „Türkisch für Anfänger“, „Das perfekte Geheimnis“ und „Traumfrauen“. Darin wirkte auch Palina Rojinski mit, die wiederum mit M’Barek schon in „Männerherzen“ und „Willkommen bei den Hartmanns“ vor der Kamera stand – beides gedreht von Simon Verhoeven, der nun alle drei Darsteller in seinem neuen Film vereint. Man merkt: Das Personal der deutschen Filmkomödie erinnert längst an das feste Ensemble eines Boulevardtheaters, das die immer gleichen Gags in immer neuen Minimalvarianten serviert.

Diesmal spielen M’Barek (Deutschlands profitabelster Star) und Lau (in seiner Stammrolle als sympathischer Chaot) zwei Barkeeper, die trotz sexuell gut ausgelasteten Lasterlebens plötzlich bürgerliche Träume hegen, mit Familie, Tageslicht, seriösen Finanzen und dergleichen Blendwerk mehr. Die Bank verweigert leider den nötigen Kredit, weshalb der unstete Renzo (Lau) sich mit diversen Ganoven einlässt. Als er deren Kokain verliert, ist die gesamte Berliner Unterwelt hinter ihm her. Milo (M’Barek) verknallt sich unterdessen in Musikmanagerin Sunny (Rojinski), wird beim Spontan-Date mit ihr jedoch in Renzos Tour de Farce hineingezogen.

Jagd durchs Berliner Nachtleben

Die Hatz durchs „Nightlife“ (das eher einer in München ausgedachten Märchenversion des Berliner Nachtlebens gleicht) präsentiert sich als rasche Abfolge von Episoden und Schauplätzen, mit netten Gastauftritten (Nicholas Ofczarek als Gangster, Grit Böttcher im Tanzcafé), einer Handvoll guter Sprüche und viel plumpem Klamauk. Wehmütig erinnert man sich an Scorseses New-York-Nachtwanderung „After Hours“ oder an diverse ästhetisch aufregendere Berlin-Durchjagungen wie „Lola rennt“ oder natürlich „Victoria“ (auch mit Lau).

Bewertung

„Nightlife“: Komödie mit Elyas M'Barek, Frederick Lau und Palina Rojinski (115 Minuten)

Bewertung: 2 von 5 Sternen

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Doch was soll’s: „Nightlife“ ist vor allem gedacht als action-romantisches Date-Begleitungsspäßchen ohne Widerhaken und erfüllt als solches seinen Zweck. Das filmische Äquivalent einer Pralinenschachtel zum Valentinstag.

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