„Jeannette“ und „Jeanne d‘Arc“
Doppelporträt

Der belgische Autorenfilmer Bruno Dumont entwirft ein unkonventionelles Doppelporträt mit frischer Perspektive.

Donnerstag, 13.02.2020, 16:42 Uhr aktualisiert: 13.02.2020, 17:35 Uhr
Jeannette (Lise Leplat) tanzt unbeschwert.
Jeannette (Lise Leplat) tanzt unbeschwert. Foto: TAOS Films

Das kurze Leben von Jeanne d‘Arc (1412 – 1431) ist seit 1898 immer wieder Gegenstand filmischer Deutungen in über 30 Produktionen gewesen. Berühmt wurden die Versionen von Carl Theodor Dreyer (1928), Otto Preminger (1957, mit Jean Seberg), Robert Bresson (1961), Jacques Rivette (1994, mit Sandrine Bonnaire) und Luc Besson (1999, mit Milla Jovovich).

Der belgische Autorenfilmer Bruno Dumont stellt im Doppelporträt „Jeannette“ (2017) und „Jeanne d‘ Arc“ (2019) eine ungewöhnliche Form der Annäherung in den Mittelpunkt. Im ersten Teil wird, ausgehend von einem Theaterstück aus dem späten 19. Jahrhundert, wie im Musical getanzt, gesungen und experimentiert. Der zweite Teil ist düster, bedrückend und zugänglicher, was bei dem Sujet (Krieg und Tod auf dem Scheiterhaufen) nicht wundert.

Die insgesamt viereinhalb Stunden bieten eine frische Perspektive auf die unkonventionelle Heldin und lassen den Anspruch nicht vergessen. Sehenswert.

Bewertung

„Jeannette“ und „Jeanne d‘Arc“: Historienfilm von Bruno Dumont

Bewertung: 4 von 5 Sternen

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