„Fantasy Island“
Strapaziöser Inselkoller

Eine Gruppe von Menschen gerät auf eine Pazifikinsel und erlebt dort Katastrophen. Klingt interessant. Ist es aber nicht.

Donnerstag, 20.02.2020, 15:02 Uhr aktualisiert: 20.02.2020, 16:57 Uhr
Insel-Ensemble: (v. l.) Austin Stowell, Portia Doubleday, Lucy Hale, Maggie Q und Jimmy O. Yang
Insel-Ensemble: (v. l.) Austin Stowell, Portia Doubleday, Lucy Hale, Maggie Q und Jimmy O. Yang Foto: Sony/dpa

Unter den derzeit so beliebten Hervorkramungen obskurer Stoffe aus früheren Medienepochen ist diese hier gewiss eine der beknacktesten. Regisseur Jeff Wadlow macht aus der selig vergessenen Abenteuer-Serie „Fantasy Island“ (lief ab 1977 bis 1984, in Deutschland allerdings erst in den Neunzigern auf Sat 1 ) eine trashige Gruselposse, die so spannungsfrei von einer beliebigen Wendung zur nächsten rumpelt, dass niemand zu tadeln wäre, der dabei sanft entschlummert.

Von der Serie geblieben ist die tropische Pazifikinsel, auf der der dubiose Mr. Rourke ( Michael Peña , „End of Watch“) seinen Gästen die Erfüllung all ihrer Träume verspricht – das Wasser aus der Inselquelle soll’s richten.

Bewertung

„Fantasy Island“: Thriller mit Michael Peña, Maggie Q und Lucy Hale (110 Minuten)

Bewertung: 1 von 5 Sternen

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Doch als sich die Kandidaten, darunter die mental instabile Melanie (Lucy Hale, die mit Wadlow schon „Wahrheit oder Pflicht“ drehte), ein partyfreudiges Brüderpaar und eine liebeskummergeplagte Geschäftsfrau, ans Ausleben dieser Fantasien machen, wird der Tropentrip katastrophisch – aber nur fast so katastrophisch wie das Drehbuch, das im Eiltempo die Spielregeln ändert, auf diese Weise immer wirrer wird und sich in einem müden Showdown verzettelt, der selbst die Wohlmeinendsten nicht mehr interessiert. Strapaziös.

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