Onward: Eine Pixar-Routine
Aufgewärmtes in Fantasy-Welt

Ein Trickfilm-Fest für die Augen ist auch das neue Pixar-Werk. Der Plot ist eher mäßig.

Donnerstag, 05.03.2020, 13:32 Uhr aktualisiert: 05.03.2020, 14:37 Uhr
Der gesuchte Vater ist hier nur ein Unterleib.
Der gesuchte Vater ist hier nur ein Unterleib. Foto: Disney/Pixar/dpa

Von den nicht allzu vielen Trickfilmschmieden, deren Filme regelmäßig in den Kinos landen, sind die vom Disney-Label Pixar die verlässlich besten. Doch nicht alle können mit so viel Fantasie, erzählerischem Einfallsreichtum und animatorischer Brillanz überzeugen wie „Findet Nemo“, „Alles steht Kopf“ oder „Coco“.

„Onward“ zum Beispiel fühlt sich an wie ein Nebenwerk: Zwei Elfenbrüder wollen ihren vor langer Zeit verstorbenen Vater mittels eines Zauberspruchs noch einmal zum Leben erwecken und begeben sich zu diesem Zweck auf eine (Selbstfindungs-)Reise durch ihre Welt, die an eine mit unserer Realwelt gekreuzte Umgebung eines Fantasy-Rollenspiels erinnert.

Für Kinder sehenswert, für Erwachsene aufgewärmt

Der Pixar-typische Augenzwinkerhumor kommt zwar auch diesmal wieder zum Tragen, wenn etwa der nur halb herbeigezauberte Vater als orientierungsloser Unterleib durch den Film stolpert und lauter Märchen- und Sagengestalten, vom Mantikor bis zum Faun, vom Zentauren über Feen bis zur Zyklopin, in prosaischen Alltagsberufen auftauchen.

Der Plot selbst und die Hauptfiguren wirken allerdings wie lustlos aufgewärmt. Kinder, keine Frage, werden den Film kaum weniger mögen als etwa die jüngste Pixar-Großtat „Toy Story 4“; ihre erwachsenen Begleiter haben in diesem Bereich dagegen schon viel Besseres gesehen.

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