„Die perfekte Kandidatin“
Aufruhr in der saudischen Provinz

Die junge Ärztin Maryam (Mila Al-Zahrani) erträgt die Umstände in der saudischen Provinz nicht mehr: Sie kandidiert bei den Gemeindewahlen.

Donnerstag, 12.03.2020, 14:14 Uhr aktualisiert: 12.03.2020, 17:01 Uhr
Ärztin Maryam (Mila Alzahrani) hilft gern.
Ärztin Maryam (Mila Alzahrani) hilft gern. Foto: Neue Visionen

Mit „Das Mädchen Wadjda“ räumte die saudi-arabische Regisseurin Haifaa Al-Mansour von Venedig bis Sundance alle möglichen Festivalpreise ab, inzwischen arbeitet sie längst international („ Mary Shelley “). In ihrem neuen Film kehrt sie nun aber zurück in ihr streng konservatives Heimatland, in dem sich seit „Wadjda“ zumindest ein bisschen was getan hat.

So dürfen Frauen dort jetzt Autofahren. Und Al-Mansour musste sich beim Regieführen nicht mehr versteckt halten. Im Film erzählt sie erfreulich unaufgeregt von der jungen Ärztin Maryam (Mila Al-Zahrani), die die Umstände in der saudischen Provinz nicht mehr erträgt: Um endlich die schlaglochgespickte Zufahrtsstraße zum Krankenhaus teeren lassen zu können, kandidiert sie bei den Gemeindewahlen. Ihr Umfeld, in dem manch männlicher Patient lieber sterben will, als sich von ihr behandeln zu lassen, ist in Aufruhr.

Bewertung

„Die perfekte Kandidatin“: Drama mit Mila Alzahrani, Dae Al Hilali, Nourah Al Awad (105 min)

Bewertung: 4 von 5 Sternen

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Der Film ist dramaturgisch nicht allzu originell, lebt aber von der Situationsbeschreibung: Die Einblicke etwa, die Al-Mansour in Maryams fröhlich-chaotisches Familienleben gewährt, sind faszinierend.

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