Gott, du kannst ein Arsch sein!
Letzte Reise führt nach Paris

Nach ihrem Schulabschluss erfährt eine 16-Jährige, dass sie nicht mehr lange zu leben hat. Sie büchst aus nach Paris – und das leidlich unterhaltsame, aber flache Road Movie reist mit Til Schweiger hinterher.

Donnerstag, 01.10.2020, 13:16 Uhr aktualisiert: 01.10.2020, 13:54 Uhr
Steffi (Sinje Irslinger) ist unheilbar krank.
Steffi (Sinje Irslinger) ist unheilbar krank. Foto: Leonine

Keine Angst, dies ist kein Til-Schweiger-Film. Er spielt nur mit. In der losen Verfilmung eines Sachbuchs des ostwestfälischen Seelsorgers Frank Pape spielt er den Pfarrersvater der 16-jährigen Steffi, die unheilbar an Krebs erkrankt. Prompt lässt sie sich vom Zirkusjungen Steve nach Paris kutschieren – die Eltern ( Schweiger und Heike Makatsch) hechten hinterher.

Regisseur André Erkau („Selbstgespräche“) gelingt es zwar, die Standard-Story einer finalen Abenteuerreise unterhaltsam und milde rührend abschnurren zu lassen; auch Sinje Irslinger („Armans Geheimnis“) und Max Hubacher („Der Hauptmann“) als Steffi und Steve sind gut. Doch aus seinem Thema macht der Film kaum etwas: Die im Titel anklingende Hiob-Paraphrase schrumpft in der RTL-Co-Produktion auf eine Szenenrevue zusammen: Benno Fürmann als Tankstellenwüterich, Jürgen Vogel als Zirkusdirektor – naja. Schlimmer ist, dass Steffis tödliche Krankheit als solche unsichtbar bleibt, bloß für Kalendersprüche gut ist und vor allem dafür herhalten muss, diesem Road Movie die größtmögliche Fallhöhe zuzuweisen.

Bewertung

Bewertung: 2 von 5 Sterne

...
https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/7611345?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F197%2F201%2F1819671%2F
Nachrichten-Ticker