„Shadow and Bone”: Fantasy-Serie mit mehr Licht als Schatten
Die Abenteuer der Sonnenkriegerin

Gerade Netflix hat ziemlich viele Fantasy-Serien im Angebot, die wenigsten von ihnen sind wirklich gut. Ob „Shadow and Bone” auf Dauer begeistern kann, wird sich zeigen – die ersten Folgen aber sind recht vielversprechend, auch weil die patente Heldin der Serie überzeugt.

Donnerstag, 29.04.2021, 17:55 Uhr
Alina (Jesse Mei Li, links) wird von Baghra (Zoe Wanamaker) magisch unterwiesen.
Alina (Jesse Mei Li, links) wird von Baghra (Zoe Wanamaker) magisch unterwiesen. Foto: Netflix

Die Filmbranche sucht immer noch nach den neuen „Tributen von Panem“ und auch nach dem neuen „Game of Thrones“, einem massenkompatiblen Fantasy-Stoff also, der sich wahlweise in mehrere neue Kino-Abenteuer oder wenigstens in ein paar erfolgreiche Serienstaffeln Eskapismus ummünzen lässt. Gefunden wurde, trotz Filmreihen wie „Maze Runner“, weder Ersteres noch Letzteres. Gerade im Fantasy-Sektor haut Netflix zwar jede Menge Nachschub raus, ohne dabei aber den ganz großen Knüller im Portfolio zu haben.

Vor diesem Hintergrund macht „Shadow and Bone – Legenden der Grisha“ auf den ersten Metern der achtteiligen ersten Staffel einen durchaus ordentlichen Eindruck. Die Serie hat viel von dem, was die sogenannte „Young Adult“-Zielgruppe schätzt: eine emanzipierte Heldin mit magischen Kräften, dunkle Mächte, eine Ordnung, die ins Wanken gerät, die Qual der Wahl in Liebesdingen und eine schauerromantische Optik, die gut zu der ans russische Zarenreich erinnerenden Welt passt, die Autorin Leigh Bardugo in ihren Romanen entworfen hat.

Erzählt wird von der jungen Armeekartographin Alina aus dem Reich Ravka, die bald herausfindet, dass sie eine „Sonnenkriegerin“ ist und zu den Grisha gehört, Menschen mit besonderen Fähigkeiten. Während sie sich romantisch zwischen Jugendfreund Mal und Gri­sha-General Kirigan (Ben Barnes aus den „Narnia“-Filmen) entscheiden muss, machen sich Gangster aus dem Land hinter der „Schattenflur“, einer dunklen Nebelwand mitten im Meer, auf, um Alina zu fangen.

Showrunner Eric Heisserer, oscarnominiert als Autor des Sci-Fi-Hits „Arrival“, kriegt das Drama gut ins Rollen, und die 25-jährige Britin Jessie Mei Li als Alina ist eine Newcomerin, die man sich merken sollte.

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