Hoffentlich auch bald im Kino: Wo man die Oscar-Gewinner sehen kann
Preise in der Bahnhofshalle

Die ganz großen Filme fehlten, trotzdem bekamen die Oscars auch im Pandemiejahrgang ein ziemlich aufregendes Nominiertenfeld zusammen. Einige der Gewinner sind schon im Programm der Streamingdienste – andere kommen erst noch. Wenn alles klappt: im Kino.

Donnerstag, 29.04.2021, 17:57 Uhr
Andrea Day fasziniert in „The United States vs. Billie Holiday“ und erntete eine Oscar-Nominierung.
Andrea Day fasziniert in „The United States vs. Billie Holiday“ und erntete eine Oscar-Nominierung. Foto: imago images/ZUMA Press

Es war eine etwas seltsame Veranstaltung, die da am letzten Sonntag über die Bühne ging: In der Union Station in Los Angeles fand die pandemiebedingt abgespeckte Version einer Oscar-Verleihung statt. Präsentatoren von Regina King bis Joaquin Phoenix öffneten Umschläge in der Bahnhofshalle, und ohne die kostbare Couture hätten die 93. Oscars auch als Business-Treff der Versicherungsbranche durchgehen können.

Für all das konnten natürlich die Filme nichts. Im Gegenteil: Es war ein starker, engagierter, erfrischend diverser Jahrgang, dessen bei uns noch nicht gelaufene Beiträge schon bald auf den dann hoffentlich aus dem Shutdownschlaf wiedererweckten Kinoleinwänden zu sehen sein werden.

Immerhin streambar (via Google Play oder YouTube) ist jetzt „The United States vs. Billie Holiday“. Das Biopic stolpert zwar allzu unfokussiert durch die tragische Karriere der kultisch verehrten Jazz-Sängerin, zum Ereignis wird es aber durch R&B-Sängerin Andra Day, die für ihre erste große Hauptrolle prompt eine Oscar-Nominierung erhielt. Zu Recht. Die Gewinnerfilme finden Sie hier:

  • Netflix: David Finchers Biopic „Mank“ (Oscars für Kamera, Ausstattung) und der Musikfilm „Ma Rainey’s Black Bottom“ (Kostüme, Maske) finden sich hier ebenso wie die beste Doku: „Mein Lehrer, der Krake“.
  • Amazon Prime: Das mitreißende Drama „Sound of Metal“ über einen ertaubenden Schlagzeuger gewann zwei Oscars (Schnitt, Ton).
  • DVD/Bluray: Blockbuster „Tenet“ (Spezialeffekte) und Pixar-Hit „Soul“ (Animationsfilm, Musik) sind schon auf Heimmedien erschienen.
  • Im Kino: Nach jetziger Planung und Hoffnung sollen das Rachedrama „Promising Young Woman“ (Originaldrehbuch) am 10. Juni, der Black-Panther-Spionagekrimi „Judas and the Black Messiah“ (Nebendarsteller, Song) am 24. Juni, die Familiengeschichte „Minari“ (Nebendarstellerin) am 8. Juli, die dänische Suff-Dramödie „Der Rausch“ (fremdsprachiger Film) am 15. Juli und die Theaterstückverfilmung „The Father“ (Hauptdarsteller, adaptiertes Drehbuch) am 26. August starten. Ausgerechnet „Nomadland“, dieser dreifach ausgezeichnete Instant-Klassiker über Arbeitsnomaden in den USA (Film, Regie, Hauptdarstellerin), hat noch keinen fixen Starttermin. Toi toi toi, dass sich das schnell ändert.
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