Für 3,7 Milliarden Dollar
Auktionshaus Sotheby's soll verkauft werden

Auf Kunstauktionen purzelten in den vergangenen Jahren die Rekorde. Wohl ein Grund mehr für einen schwerreichen Geschäftsmann, sich in das Milliardengeschäft einzukaufen.

Montag, 17.06.2019, 17:42 Uhr aktualisiert: 17.06.2019, 17:44 Uhr
Domenico De Sole (2.v.r.), Vorsitzender von Sotheby's mit Geschäftsführer Tad Smith (r) beim 275-jährigen Bestehens des Auktionshauses an der New York Stock Exchange.
Domenico De Sole (2.v.r.), Vorsitzender von Sotheby's mit Geschäftsführer Tad Smith (r) beim 275-jährigen Bestehens des Auktionshauses an der New York Stock Exchange. Foto: Richard Drew

New York (dpa) - Das New Yorker Auktionshaus Sotheby's soll für 3,7 Milliarden Dollar (etwa 3,3 Milliarden Euro) an den französisch-israelischen Geschäftsmann Patrick Drahi verkauft werden. Der Aufsichtsrat habe der Fusion mit der Firma BidFair USA des Milliardärs zugestimmt, teilte Sotheby's am Montag in New York mit.

Damit ginge der Kunst-Versteigerer eigenen Angaben zufolge nach 31 Jahren als börsennotiertes Unternehmen vom New Yorker Markt und zurück in Privatbesitz. Sotheby's wurde 1744 gegründet und hat heute zehn Verkaufshäuser weltweit, darunter New York, London, Genf, Hongkong und Paris.

Geschäftsmann Drahi, geboren in Casablanca und Sohn eines Lehrerehepaars, hatte sein Vermögen bislang vor allem mit Mobilfunk- und Kabelanbietern in den USA und Frankreich gemacht. Der Wert seines Geschäftsimperiums wird vom US-Magazin «Forbes» auf 9,3 Milliarden geschätzt.

Die Transaktion solle im vierten Quartal 2019 nach Zustimmung der Aktionäre abgeschlossen werden, hieß es. Besitzern von Sotheby's-Aktien bietet Drahi 57 Dollar pro Stück an, was nach Unternehmensangaben einem Aufschlag von 61 Prozent gegenüber dem Wert der Papiere bei Börsenschluss am Freitag entspricht.

Der Verkauf von Kunst und Antiquitäten ist ein Milliardengeschäft mit steigenden Renditen, bei dem Sotheby's weltweit eine führende Rolle spielt. 2018 verkaufte das Haus Stücke für einen Gesamtpreis von 5,3 Milliarden Dollar, was einem Plus von 15 Prozent gegenüber dem Vorjahr entsprach. Auch Kunstsammler Drahi macht seit Jahren Geschäfte mit Sotheby's.

Bei den traditionellen Frühjahrsversteigerungen hatte Sotheby's erneut hohe Verkaufspreise unter anderem für das Gemälde «Meules» des Impressionisten Claude Monet erzielt. Es kam für 110,7 Millionen Dollar (98,8 Millionen Euro) unter den Hammer.

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