Millionenprojekt
Archiv der Avantgarden in Barockhülle

Egidio Marzona hat Sachsen seine Kunstsammlung geschenkt. Dafür wird ein Gebäude aus dem 18. Jahrhundert zum modernen Museum gemacht - mit Millionenaufwand trotz Corona-Krise.

Donnerstag, 09.07.2020, 16:37 Uhr aktualisiert: 09.07.2020, 16:40 Uhr
Daniel Marzona, Sohn des Kunstsammlers und Stifters Egidio Marzona, vor dem Blockhaus in Dresden.
Daniel Marzona, Sohn des Kunstsammlers und Stifters Egidio Marzona, vor dem Blockhaus in Dresden. Foto: Sebastian Kahnert

Dresden (dpa) - Mit dem Umbau des historischen Dresdner Blockhauses bekommt das bei den Staatlichen Kunstsammlungen angesiedelte Archiv der Avantgarden ein spektakuläres Domizil.

Der Umbau soll bis Ende 2022 abgeschlossen und für den Einzug der Sammlung Egidio Marzona mit etwa 1,5 Millionen Kunstobjekten bereit sein, wie Finanzminister Hartmut Vorjohann (CDU) am Donnerstag sagte.

Hinter der Barockfassade am Elbufer entstehe ein moderner Raum für Ausstellung, Forschung und Bewahrung - inklusive eines «schwebenden» Betonkubus. Einen Termin für die Eröffnung des neuen Museums gibt es noch nicht. Laut Vorjohann hält der Freistaat ungeachtet von Corona und den Folgen an dem mit Kosten von rund 25 Millionen Euro veranschlagten Umbau-Vorhaben fest.

Der deutsch-italienische Kunstsammler Marzona hatte den Staatlichen Kunstsammlungen 2016 sein Archiv der Avantgarden überlassen. Das seit den 1960er Jahren zusammengetragene Konvolut enthält Manifeste, Briefwechsel, Plakate, Filme, Künstlerbücher, Kataloge sowie exemplarische Kunstwerke und Designobjekte von Künstlern wie Pablo Picasso, Mies van der Rohe, Max Beckmann, Paul Klee, Niki de Saint Phalle, Andy Warhol und Joseph Beuys.

© dpa-infocom, dpa:200709-99-734457/2

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