Kunstprojekt
Kirchenfenster: Max Uhligs größtes Werk ist fertig

Eine Kirche in Magdeburg ist entweiht und wird für Verantstaltungen genutzt. Der Dresdner Maler Max Uhlig hat die gotischen Fenster neu gestaltet.

Montag, 14.09.2020, 10:50 Uhr aktualisiert: 14.09.2020, 10:52 Uhr
Die Johanniskirche in der Altstadt von Magdeburg, unweit der Elbe.
Die Johanniskirche in der Altstadt von Magdeburg, unweit der Elbe. Foto: Ronny Hartmann

Dresden (dpa) - Neun Jahre nach den ersten Entwürfen sind die vom Dresdner Maler Max Uhlig gestalteten gotischen Fenster der Magdeburger Johanniskirche komplett. «Es ist das großflächigste Werk, das ich je gemacht habe», sagte der 83-Jährige vor der Einweihung am 16. September der Deutschen Presse-Agentur .

Die sechs farbigen Fenster auf der Südseite, sieben monochrome Fenster im Chor sowie ein ebenso gestaltetes Fenster an der Nordseite messen nach seinen Angaben zwischen 12,50 Meter und 13,70 Meter in der Höhe und sind zwei Meter breit. «Es gilt als flächenmäßig größte Kirchenfensterverglasung in Deutschland nach dem Zweiten Weltkrieg », so Uhlig.

Mit der Einweihung der Fenster wird der Wiederaufbau der im Zweiten Weltkrieg zerstörten Johanniskirche, in der Martin Luther (1483-1546) einst predigte, abgeschlossen. Das entweihte Gotteshaus wird für Veranstaltungen genutzt.

Das rund 1,4 Millionen Euro teure Kunstprojekt wurde mit Spenden und Fördermitteln finanziert. «Die erste Skizze habe ich Ende Oktober 2011 gemacht, die eigentliche Arbeit war im Juli 2017 beendet», erzählte der Maler. Wegen Problemen mit der Finanzierung und aus technischen Gründen gab es mehrere Pausen in der Ausführung. Die bemalten Glasteile für das 14. und letzte Fenster wurden erst in diesem Juli montiert.

In den Chorfenstern ranken die für Uhligs Kunst typischen verschlungene Zweigwerke alter Weinstöcke als Glasmalerei in Grau, Weiß und Schwarz nach oben, in den Südfenstern Landschaften in Feuer- und Erdtönen.

Der Maler, Zeichner und Grafiker, der zu den international renommiertesten Gegenwartskünstlern Deutschlands zählt, freut sich, «dass die Kirchenfenster nun für die Öffentlichkeit sichtbar werden».

© dpa-infocom, dpa:200914-99-553601/2

https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/7582987?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F197%2F201%2F1819675%2F
Nachrichten-Ticker