Abschied
Fotograf Chris Killip tot - posthume Ehrung in Deutschland

Die Deutsche Gesellschaft für Photographie (DGPh) bescheinigt Chris Killip «Empathie, Einfühlungsvermögen und Nähe» in seinem Werk. Nun ist der Brite im Alter von 74 Jahren in den USA gestorben.

Mittwoch, 14.10.2020, 16:00 Uhr aktualisiert: 14.10.2020, 16:02 Uhr
Chris Killip (2013).
Chris Killip (2013). Foto: J.J. Guillen

Köln/Cambridge (dpa) - Der Fotograf Chris Killip ist nach Angaben der Deutschen Gesellschaft für Photographie (DGPh) im Alter von 74 Jahren in der Nacht zum Mittwoch in Cambridge (USA) gestorben.

Die Gesellschaft wurde nach eigenen Angaben von Killips Familie informiert, da der britischstämmige Fotograf dieses Jahr mit dem Dr.-Erich-Salomon-Preis geehrt werden sollte. Die DGPh will Killip nun posthum auszeichnen.

Mit Chris Killip verliere die Welt einen sehr engagierten und renommierten Fotografen, «der mit seinen umfangreichen Bildreihen unseren Blick auf Großbritannien erweitert und bereichert hat», so die DGPh in einer Mitteilung vom Mittwoch. «Seine Arbeit galt den Menschen in schwierigen Lebenssituationen und war geprägt durch große Empathie, Einfühlungsvermögen und Nähe.»

Killip startete 1969 als freiberuflicher Fotograf und lehrte von 1991 bis 2017 an der renommierten Harvard Universität in Cambridge (Massachusetts).

Die Verleihung des Dr.-Erich-Salomon-Preises hätte dieses Jahr digital stattfinden sollen. Nun suche man nach einer angemessenen Alternative für die Verleihung, hieß es bei der DGPh in Köln.

© dpa-infocom, dpa:201014-99-943811/2

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