Reflexion über Weltlage
Kunstaktion zur US-Wahl: Projektion in documenta-Stadt

Trisha Baga lebt in New York. Anlässlich der Präsidentenwahl hat die US-Künstlerin im hessischen Kassel an einem der wichtigsten Ausstellungsorte der documenta eine Kunstaktion gezeigt.

Dienstag, 03.11.2020, 23:41 Uhr aktualisiert: 03.11.2020, 23:44 Uhr
Anlässlich der US-Wahl sind auf die Fassade des Kasseler Museums Fridericianum Filmschnipsel projiziert.
Anlässlich der US-Wahl sind auf die Fassade des Kasseler Museums Fridericianum Filmschnipsel projiziert. Foto: Uwe Zucchi

Kassel (dpa) - Parallel zur Präsidentenwahl in den USA hat die US-Künstlerin Trisha Baga Filmschnipsel auf die Fassade des Kasseler Museum Fridericianum projiziert.

In einer Endlosschleife waren in der documenta-Stadt unter anderem Bilder von einem Modell des Weißen Hauses, Präsident Trumps Twitter-Account, Covid-19-Nachrichten und brennenden Wälder zu sehen. «Die in New York lebende Künstlerin versteht die Aktion als Reflexion über die gegenwärtige Weltlage und insbesondere als Kommentar zu dem zeitgleich stattfindenden US-Wahltag», erklärte eine Sprecherin der Kunsthalle.

Die 35-jährige Trisha Baga lebt in New York. Sie hat laut dem Fridericianum für die Aktion den achtminütige Film «Hope» produziert. Der Titel - zu Deutsch «Hoffnung» - stehe nicht allein für eine freudige Erwartungshaltung. Er könne ebenso als Anspielung auf die Politikberaterin Hope Hicks gedeutet werden, die im Oktober positiv auf Covid-19 getestet wurde, bevor auch bei Präsident Donald Trump ein Nachweis der Infektion erfolgte, erklärte das Fridericianum.

Das Museum Fridericianum ist einer der wichtigsten Ausstellungsorte der documenta . Die international bedeutendste Schau für zeitgenössische Kunst findet alle fünf Jahre in Kassel statt.

© dpa-infocom, dpa:201103-99-199492/2

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