Terroranschlag von Halle
Dirk von Lowtzow: Künstler müssen Stellung beziehen

Es wird höchste Zeit, dass Künstler sich gesellschaftlich gegen Antisemitismus engagieren. Sagt Tocoronic-Mastermind Dirk von Lowtzow.

Montag, 14.10.2019, 11:41 Uhr aktualisiert: 14.10.2019, 11:44 Uhr
Dirk von Lowtzow, Sänger der Band Tocotronic, auf der Leipziger Buchmesse 2019.
Dirk von Lowtzow, Sänger der Band Tocotronic, auf der Leipziger Buchmesse 2019. Foto: Jens Kalaene

Berlin (dpa) - Tocotronic-Sänger Dirk von Lowtzow (48) findet es wichtig, dass sich auch Künstler gesellschaftlich positionieren. Mit Blick auf den Anschlag eines Rechtsextremisten in Halle sagte der Musiker der « taz »: «So ein rechtsextremistischer Terrorangriff wird als "Alarmsignal" gewertet, was lachhaft ist, denn Alarmsignale gibt es genug, und das schon seit Jahrzehnten.»

Deshalb sei es wichtig, sich gesellschaftlich gegen Antisemitismus, Rassismus und Antifeminismus zu positionieren. Künstler, die antisemitische Stereotype verbreiteten, sollten nicht mehr unterstützt werden, so der Sänger weiter. «Ich fände es ethisch geboten von großen Plattenfirmen, so einen Dreck nicht mehr zu veröffentlichen.»

Von Lowtzow ist Pate der Aktionswochen gegen Antisemitismus der Amadeu Antonio Siftung. Die Stiftung wurde 1998 gegründet und setzt sich gegen Rechtsextremismus, Rassismus und Antisemitismus ein.

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