Entspannter Reggae-Pop
«Look For The Good»: Jason Mraz bleibt Optimist

Nach dem Guten suchen, auch wenn diese Zeiten es einem schwer machen - so lautet das Motto von Jason Mraz auf seinem neuen Album. Mit lässigem Reggae-Pop knipst der ewige Optimist das Licht an.

Mittwoch, 24.06.2020, 06:00 Uhr aktualisiert: 24.06.2020, 06:02 Uhr
Schmuse-Reggae für schwere Zeiten: Jason Mraz.
Schmuse-Reggae für schwere Zeiten: Jason Mraz. Foto: Jen Rosenstein

Berlin (dpa) - Dieser Mann muss ein sonniges Gemüt haben - darauf weisen schon die Titel älterer Werke wie «Life Is Good» (2010) oder «Yes!» (2014) hin. Auch wenn die Lage mal (wie derzeit) weniger toll ist, singt Grammy-Gewinner Jason Mraz der Tristesse ein tapferes «Look For The Good» entgegen, also: Such' nach dem Guten!

So heißen denn auch seine neue Studioplatte und ihr Eröffnungssong, der mit seinem entspannten Reggae-Pop-Feeling tatsächlich allerbeste Sommerlaune verbreitet. «Als ich das Album geschrieben habe, war mir nicht bewusst, wie zeitgemäß seine zentrale Botschaft sein würde», sagt der US-Amerikaner mit Blick auf die Corona-Krise. «Unabhängig von der aktuellen Pandemie brauchen alle Menschen jederzeit Hoffnung. Punkt.»

Er sei «in meinem Leben und in meiner Musik immer ein Optimist gewesen. Ich wünsche mir, dass dieses Album andere dazu inspiriert, zu erkennen, was Menschen für einander in diesen schwierigen Zeiten tun.»

Reggae-Experte Michael Goldwasser (Steel Pulse, Toots and The Maytals) produzierte das siebte Mraz-Studioalbum in Südkalifornien. Beide verstehen es, leichte (selten seichte) Melodien, federnde Rhythmen und aufmunternde Texte zu kombinieren, ohne sich aber am Tiefgang eines Bob Marley oder Peter Tosh zu versuchen.

US-Schauspielern Tiffany Haddish und die Jamaikanerin Sister Carol begleiten Mraz in «You Do You» und «Time Out» - im Mittelpunkt steht aber die freundliche Stimme des Popstars aus dem Bundesstaat Virginia. Schmuse-Reggae für schwere Zeiten - darum geht es dem 2010 mit zwei Grammys dekorierten Singer-Songwriter, der kürzlich auch am großen Internet-Konzert «One World: TogetherAtHome» zur Unterstützung der Weltgesundheitsorganisation WHO gegen das Coronavirus teilgenommen hatte. Und warum auch nicht, wenn man das Gute sucht...

© dpa-infocom, dpa:200616-99-440110/3

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