Erinnerung
Wolfgang Niedecken: Auch mal auf dem Billardtisch geschlafen

BAP gehören zu den erfolgreichsten Bands Deutschland. Die Anfänge waren jedoch eher karg. Gestört aber hat das Wolfgang Niedecken und seine Mitstreiter überhaupt nicht.

Donnerstag, 01.10.2020, 08:32 Uhr aktualisiert: 01.10.2020, 08:34 Uhr
Wolfgang Niedecken: 200 Mark und ein Kasten Bier.
Wolfgang Niedecken: 200 Mark und ein Kasten Bier. Foto: Jan Woitas

Berlin (dpa) - BAP-Sänger Wolfgang Niedecken erinnert sich an die bescheidenen Anfänge seiner Band.

«200 Mark, ein Kasten Bier und belegte Brötchen. Geschlafen wurde, wo was frei war: im Umkleideraum, falls vorhanden, auf dem Billardtisch der Auftrittskneipe, in freien WG-Zimmern von Konzertbesuchern, im Auto», sagte der 69 Jahre alte Sänger der Kölschrock-Band («Verdamp lang her») dem «Spiegel».

Die Gruppe gründete sich 1976. Er und seine Musiker hätten sich in der bescheidenen Anfangszeit aber nicht arm gefühlt, sondern beschenkt: «Denn wir machten ja genau das, was wir wollten.»

Sparsam ist auch der Bandname: «Ich hatte meinen Bandkollegen oft von der Sparsamkeit meines 'Bapp' (Kölsch für Papa) erzählt. (...) Wir brauchten vor unserem ersten Auftritt einen griffigen Namen, um Plakate zu beschriften. Einer sagte: 'Schreibt Bap drauf, aber lasst das zweite P weg, das sieht scheiße aus.' Das war's: BAP.»

© dpa-infocom, dpa:201001-99-780255/4

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