Auszeichnung
Max Mutzke bekommt den Paul-Lincke-Ring 2021

Udo Lindenberg hat ihn schon bekommen - und auch Wolfgang Niedecken: den Paul-Lincke-Ring. Jetzt wird Max Mutzke damit ausgezeichnet. Die Auflistung seiner Qualitäten geriet der Jury dabei ziemlich lang.

Donnerstag, 04.02.2021, 15:47 Uhr aktualisiert: 04.02.2021, 15:50 Uhr
Max Mutzke wird geehrt.
Max Mutzke wird geehrt. Foto: Fabian Sommer

Goslar (dpa) - Der Musiker Max Mutzke erhält den Paul-Lincke-Ring 2021 der Stadt Goslar. Der 39-Jährige sei in vielen Genres zu Hause, seine Stimme dabei unverwechselbar.

«Max Mutzke hat nicht nur eine herausragende Stimme, er ist auch ein total sympathischer Typ», sagte Goslars Oberbürgermeister Oliver Junk in einer Mitteilung. Wegen der Corona-Pandemie konnte der Preisträger nicht beim traditionellen Neujahrsempfang des Ortsrates Hahnenklee-Bockswiese bekannt gegeben werden. Stattdessen veröffentlichte die Stadtverwaltung ein Video online.

«Ich darf nach Goslar kommen, ich darf den persönlich entgegennehmen, und ich werde natürlich für euch live spielen», kündigte Mutzke an. «In welcher Form, in welcher Besetzung weiß ich noch nicht.» Er soll den Ring am 4. Dezember in Hahnenklee in Empfang nehmen. Mutzke nahm am Eurovision Song Contest 2004 teil und belegte den achten Platz. Zuvor wurde er von TV-Moderator Stefan Raab entdeckt.

In ihrer Begründung schreibt die Jury: «Wahrheit, Emotion, Individualität, Ehrlichkeit, Virtuosität, Vielfalt, Freude, Herzlichkeit und Seele - das sind Qualitäten, die auf der Liste der Inhaltsstoffe deutscher Popmusik eher selten, nur vereinzelt mal, aber nie in solcher Ballung auftauchen wie bei Maximilian 'Max' Mutzke.» Der Musiker sei in verschiedensten Stilen zu Hause - von Pop über Soul, Hiphop, Jazz, Blues, Rock bis zum Chanson. Auch Mutzkes Unterstützung von Projekten für Kinder sowie Initiativen für Diversität und Toleranz würdigte die Jury.

Paul Lincke gilt als Schöpfer der Berliner Operette («Berliner Luft»). In Berlin geboren, wurde der Komponist 1946 auf dem Friedhof in Hahnenklee begraben. Der Ring wird seit 1955 mittlerweile im jährlichen Rhythmus verliehen. Zu den Preisträgern gehören unter anderen Udo Jürgens (1981), Peter Maffay (1995), Udo Lindenberg (2003), Wolfgang Niedecken (2017) und Bosse (2019). Im vergangenen Jahr erhielt Roland Kaiser den Ring, konnte ihn aber coronabedingt noch nicht in Empfang nehmen.

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