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Die Promi-Geburtstage vom 17. Mai 2015: Udo Lindenberg

Berlin (dpa) - Auch das noch: Udo Lindenberg, der sich selbst als eher schüchtern bezeichnet, bekommt in seiner Geburtsstadt Gronau im westlichen Münsterland ein Denkmal gestiftet. An diesem Samstag, einen Tag vor seinem 69. Geburtstag am 17. Mai, wird es enthüllt.

Sonntag, 17.05.2015, 00:05 Uhr

Steht immer unter Dampf: Udo Lindenberg wird 69.
Steht immer unter Dampf: Udo Lindenberg wird 69. Foto: Boris Roessler

«Erst habe ich so meine Probleme mit dem Personenkult gehabt - das Teil ist ja drei Meter groß! Ich bin ja eher ein scheuer, schüchterner Mensch...» sagte der Panikrocker («Sonderzug nach Pankow») den « Westfälischen Nachrichten ». Mittlerweile habe er sich aber mit der Bronze-Statue arrangiert. Eine Fan-Initiative hatte das Projekt in Abstimmung mit der Stadt Gronau auf den Weg gebracht. «Ich komm' da mal hin, ganz überraschungsmäßig. Wenn die Gronauer so was Geiles, Ehrenvolles machen, ist doch klar, dass die Nachtigall da auch erscheint.»

Geboren am 17. Mai 1946 in Gronau, verließ Lindenberg nach der Schule die westfälische Kleinstadt, um in Düsseldorfs Breidenbacher Hof eine Kellnerlehre zu beginnen. Zu Ende gebracht hat er sie nicht. Dafür machte er sich bald als Drummer einen Namen, trommelte bei den City Preachers (mit Inga Rumpf als Frontfrau), dann für die Jazzer Peter Herbolzheimer und Klaus Doldinger, um schließlich sein eigenes Ding zu machen: Rockmusik mit nicht englischen, sondern deutschen Texten. Das war neu, so gelang ihm und seinem Panikorchester 1973 der Durchbruch.

Damals erscheint die fast schon legendäre LP «Alles klar auf der Andrea Doria», sie ist das Sprungbrett für eine inzwischen über vier Jahrzehnte währende Künstlerkarriere. Textzeilen wie «Keine Panik auf der Titanic» werden zum geflügelten Wort. Auf Hut und Sonnenbrille verzichtet der «Deutschrock-Pionier» in jenen Tagen übrigens noch.

Nach dem Echo-Award für sein Lebenswerk 1992 vollbringt Lindenberg dann, was manche Kritiker ihm gar nicht mehr zugetraut hätten: Im Frühjahr 2008 bringt er «Stark wie zwei» heraus und landet damit ganz oben. Es ist das erste Nummer-eins-Album seiner musikalischen Laufbahn. Doch damit noch nicht genug: Gut drei Jahre später legt er - unterstützt von Kollegen wie beispielsweise Clueso oder Jan Delay - mit der CD «MTV Unplugged - Live aus dem Hotel Atlantic» einen Millionenseller hin und erreicht erneut den Spitzenplatz der deutschen Charts. Seit Januar 2011 läuft zudem in Berlin sein Musical «Hinterm Horizont» höchst erfolgreich, eine «East-Side-Story» mit seinen Songs.

Für ihn sei «ein amerikanisch-westfälischer Traum wahr geworden», hat die «Nachtigall» (Lindenberg über Lindenberg) einmal gesagt. In einem kurzen Video auf seiner Homepage nennt er sich augenzwinkernd den «Sänger von gestern, heute und morgen» und beschwört wieder den «Panik-Virus», der die Massen infizieren kann.

Mag er inzwischen auch «GEMA-Rentner» sein, habe er keineswegs vor, sich aus der Öffentlichkeit zurückzuziehen oder gar abzutreten, bestätigt der Nuschel-Rocker in Interviews immer wieder. Auch mit 69 scheint für Lindenberg also weiter das Motto zu gelten: «Nicht kürzertreten, sondern sich längere Schuhe anziehen.»

Name Beruf Alter Geburtsdatum Geburtsort Land HAGEN, Cosma Shiva deutsche Schauspielerin 34 17.05.1981 Los Angeles USA REZNOR, Trent amerikanischer Musiker 50 17.05.1965 Mercer USA ENYA irische Popsängerin 541 17.05.1961 Gweedore Irland
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