Preisgekrönt, doch ohne Oscar
Promi-Geburtstag vom 19. März 2019: Glenn Close

Mit ihrer bisher letzten großen Rolle als Ehefrau eines Literatur-Stars hat die Schauspielerin von sich reden gemacht. Sie selbst habe aber in ihrem Leben durchaus «persönliche Erfüllung» gefunden. Heute wird sie 72.

Dienstag, 19.03.2019, 00:01 Uhr
Glenn Close glänzte bei den Oscars - auch wenn sie keinen Preis bekam.
Glenn Close glänzte bei den Oscars - auch wenn sie keinen Preis bekam. Foto: Jordan Strauss

Berlin (dpa) - Sie hat als eine der aussichtsreichsten Kandidatinnen für die Hauptdarstellerpreise bei den Oscars vor drei Wochen gegolten. Am Ende ging Glenn Close dann aber wieder einmal ohne Trophäe nach Hause. Einen glänzenden Auftritt hatte die Schauspielerin aber trotzdem.

Wie eine Königin, in einer langen, schlichten, goldfarbenen Robe mit langer Schleppe rauschte sie mit dem hellblonden Kurzhaarschnitt am 24. Februar über den roten Teppich im Dolby Theatre . Ein wahrer Hingucker. Heute ist ihr 72. Geburtstag.

Sollte sie enttäuscht gewesen sein, dass es auch bei ihrer siebten Nominierung am Ende nicht mit einem Goldjungen für sie geklappt hat, ließ sie sich das nicht anmerken, wie ein YouTube-Video zeigt. Vielleicht sind ihr auch der Golden Globe und der Critic's Choice und der SAG Award im Januar Trost gewesen, ebenso wie der Spirit Award nur einen Tag vor der Oscar-Verleihung in Los Angeles.

Ausgezeichnet wurde sie jeweils für ihre Hauptrolle im Drama «Die Frau des Nobelpreisträgers» (Originaltitel: «The Wife»). Sie spielt darin die geduldige Ehefrau eines Schriftstellers, die sich erst nach vielen gemeinsamen Jahren gegen den egoistischen Gatten auflehnt.

In ihrer Dankesrede für den Globe sprach Close Genderfragen an: «Ich denke an meine Mom, die sich ihr ganzes Leben lang hinter meinen Vater gestellt hat. Und als sie über 80 war, sagte sie mir, sie fühle sich, nichts erreicht zu haben.» Ihr sei es indes gelungen, «persönliche Erfüllung» zu finden. «Schon als ich klein war, fühlte ich mich bestimmt, eine Schauspielerin zu sein. Ich kann mir kein besseres Leben vorstellen.» Close arbeitet seit fast 45 Jahren in ihrem Beruf.

Geboren am 19. März 1947 in Connecticut und zeitweise in der Schweiz aufgewachsen, wurde sie nach dem Studium der Theaterwissenschaften und Anthropologie in den USA zunächst an kleineren Bühnen engagiert. Der Filmregisseur George Roy Hill entdeckte sie dann im Musical «Barnum» (1980) am New Yorker Broadway und besetzte sie in der Roman-Verfilmung «Garp und wie er die Welt sah» (1982) als feministische Krankenschwester - eine Nebenrolle, die ihr die erste Oscar-Nominierung einbrachte.

Noch bekannter machte sie ihre Darstellung einer gefährlichen Stalkerin im Psychothriller «Eine verhängnisvolle Affäre» (1987) und einer intriganten Marquise im Drama «Gefährliche Liebschaften» (1988). Seitdem hat sie unter anderem eine alternde Hollywood-Diva («Sunset Boulevard», 1994), Amerikas First Lady (Mars Attacks», 1997), die fiese Hundewelpen-Entführerin in den Komödien «101 Dalmatiner» (1996) und «102 Dalmatiner» (2000) oder eine skrupellose New Yorker Anwältin in der preisgekrönten US-Serie «Damages - Im Netz der Macht» (2007-2012) gespielt.

Sie mischt seit Jahrzehnten im amerikanischen Filmbusiness mit, auch als Produzentin. Tony und Emmy Awards sowie Golden Globes haben ihren Weg begleitet. Eine Sternenplakette auf dem Hollywood Walk of Fame in Los Angeles hat sie seit 2009 auch. Nur mit einem Oscar will es einfach nicht klappen.

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