Beruf und Berufung
Werner Herzog wollte eigentlich Skispringer werden

Werner Herzog wollte durch die Lüfte fliegen, aber ein Unglücksfall brachte ihn davon ab. Dann entdeckte er das Zelluloid für sich.

Mittwoch, 15.05.2019, 18:15 Uhr aktualisiert: 15.05.2019, 18:18 Uhr
Zelluloid statt Skiwachs: Werner Herzog.
Zelluloid statt Skiwachs: Werner Herzog. Foto: Sebastian Kahnert

Cannes (dpa) - Filmemacher Werner Herzog (76) wollte eigentlich von steilen Schanzen fliegen. Er habe ursprünglich Skispringer werden wollen, sagte der deutsche Regisseur, Schauspieler und Produzent am Mittwoch bei den Filmfestspielen in Cannes auf einer Podiumsdiskussion.

Doch als einer seiner besten Freunde verunglückt sei, habe er diesen Wunsch aufgegeben. Dann habe er angefangen, das Kino zu erfinden, was er heute noch tue, erzählte er.

Herzog wurde mit Filmen wie «Aguirre, der Zorn Gottes» und «Jeder für sich und Gott gegen alle» international bekannt. In Cannes präsentiert er in der Reihe «Special Screening» den Dokumentarfilm «Family Romance».

Bis zum elften Lebensjahr wusste Herzog nach eigenen Angaben nicht, was Kino ist. Groß geworden sei er mit Zelluloid-Filmen, wie der Autodidakt weiter sagte. Dem digitalen Kino kann er deshalb nicht viel abgewinnen. Weil es günstiger sei, drehe man Stunden um Stunden, um den richtigen Moment zu erwischen. Filmemachen sei kein Müllsammeln. «Weil er weiß, wie teuer jede Sekunde eines Zelluloid-Films ist, weiß er genau, was er drehen will», betonte er.

Herzog lebt heute in Los Angeles. Er gilt als Grenzgänger des internationalen Kinos, der in seinen Spiel- und Dokumentarfilmen die Trennungslinie zwischen Fiktion und Wirklichkeit aufzulösen versucht.

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