Ehrung im Schloss Bellevue
Bundespräsident Steinmeier zeichnet Udo Lindenberg mit Bundesverdienstkreuz aus

Berlin/Gronau -

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat zum Tag der Deutschen Einheit 25 Frauen und Männer für ihre Verdienste um das Land ausgezeichnet - darunter Musiker Udo Lindenberg (73), Astronaut Alexander Gerst (43) und der ehemalige Bürgerrechtler Rainer Eppelmann (76).

Mittwoch, 02.10.2019, 15:48 Uhr aktualisiert: 02.10.2019, 16:02 Uhr
Ehrung im Schloss Bellevue : Bundespräsident Steinmeier zeichnet Udo Lindenberg mit Bundesverdienstkreuz aus
Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier (r.) verleiht im Schloss Bellevue das Bundesverdienstkreuz an den Rocksänger Udo Lindenberg. Foto: dpa

Sie erhielten am Mittwoch, einen Tag vor dem 3. Oktober, den Verdienstorden der Bundesrepublik Deutschland „Mut zur Zukunft: Grenzen überwinden“. Er freue sich sehr, mit den zwölf Frauen und 13 Männern „eine großartige Mischung aus Bürgerrechtlern und Friedlichen Revolutionären, Künstlern und Wissenschaftlern“ empfangen zu können.

Die Lebensgeschichten der Ausgezeichneten seien „sehr verschieden, manche sind sehr berühmt, andere etwas weniger, aber sie alle zeichnet aus, dass sie in ihrem Leben nicht einfach auf „bessre Zeiten“ warten“, erklärte Steinmeier . Vielmehr hätten sie immer wieder den Mut, „zu widersprechen, anders zu denken, neue Wege zu gehen und Grenzen zu überwinden - eigene Grenzen, aber auch Grenzen zwischen Menschen, zwischen Ländern, zwischen Welten“.

Mission Horizons: Gerst fliegt zur ISS

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  • Am Mittwochmittag ist in Baikonur eine Sojus-Rakete gestartet.

    Foto: Dmitri Lovetsky
  • An Bord der Rakete ist auch der deutsche Astronaut Alexander Gerst.

    Foto: Dmitri Lovetsky
  • Die Rakete bringt Gerst sowie den russischen Kampfpiloten Sergej Prokopjew und die US-Ärztin Serena Auñón-Chancellor zur Internationalen Weltraumstation ISS.

    Foto: Dmitri Lovetsky
  • Herzliche Grüße: Im Bus zur Rakete verabschiedet sich Alexander Gerst.

    Foto: Shamil Zhumatov
  • Tschüss, ihr Erdbürger: Alexander Gerst, die US-amerikanische Astronautin Serena Aunon-Chancellor und der russische Kosmonaut Sergej Prokopjew winken zum Abschied vor dem Besteigen der Rakete, die sie in binnen zwei Tagen zur Raumstation ISS bringen soll.

    Foto: Joel Kowsky
  • Der deutsche Astronaut Alexander Gerst winkt vor dem Start am Kosmodrom. Vier Jahre nach seiner ersten Mission bricht der deutsche Astronaut mit einem Team mit einer Sojus-Rakete vom russischen Weltraumbahnhof Baikonur zu seiner zweiten Mission auf der ISS auf.

    Foto: Dmitri Lovetsky
  • Eine Mitarbeiterin des Rathauses Künzelsau - Gersts Heimat - klebt während einem Stadtfest zum Start der Raumfahrtmission ISS Horizons Notizzettel zu einer Rakete, auf denen Wünsche an die Mission geschrieben stehen.

    Foto: Sebastian Gollnow
  • Mitarbeiter der russischen Weltraumagentur helfen dem deutschen Astronauten vor dem Start am Kosmodrom nach einer Inspektion seines Raumanzugs auf.

    Foto: Dmitri Lovetsky
  • Time to say goodbye: Alexander Gerst (l.), der russische Kosmonaut Sergej Prokopjew und die US-amerikanische Astronautin Serena Aunon-Chancellor winken vor ihrer Abfahrt mit einem Bus vom Hotel zum Kosmodrom.

    Foto: Dmitri Lovetsky
  • Schick ist unwichtig, funktional muss es sein: Gerst in seiner Arbeitskleidung.

    Foto: Pavel Golovkin
  • Alexander Gerst winkt einen Tag vor dem Start ins All auf einer Pressekonferenz im Kosmodrom. Nach seinem zweijährigen Training startet Gerst am 6. Juni mit einer Sojus-Rakete vom russischen Weltraumbahnhof Baikonur zu seiner zweiten Mission auf der ISS.

    Foto: Dmitri Lovetsky
  • Ein orthodoxer Priester segnet die Sojus FG Rakete an der Startrampe.

    Foto: Dmitri Lovetsky
  • So war‘s 2014: Vier Jahre nach seiner ersten Mission bricht der deutsche Astronaut mit dem Team mit einer Sojus-Rakete vom russischen Weltraumbahnhof Baikonur zu seiner zweiten Mission auf der ISS auf.

    Foto: Alexander Gerst

Sie stünden dafür, dass man etwas verändern und die Welt von morgen mitgestalten könne, „im Osten wie im Westen, von den Tiefen der Ozeane bis in die Höhen des Alls“, heißt es in einem Redemanuskript. In diesem Herbst feiere Deutschland 30 Jahre Friedliche Revolution. „Die Erinnerung an die Demonstrationen in Plauen, in Leipzig und vielen anderen ostdeutschen Städten macht uns noch einmal bewusst: Die DDR implodierte nicht einfach wie ein alter Schwarz-Weiß-Fernseher, die Mauer fiel nicht plötzlich und nicht von selbst in sich zusammen. Es waren mutige Bürgerinnen und Bürger, die damals vorangingen und sich ihre Freiheit erkämpften. Sie brachten die Mauer zum Einsturz, ganz ohne Gewalt, und sie bahnten den Weg zur Einheit.“

Schon bei der Ankündigung der Auszeichnungen erklärte der Bundespräsident, Lindenberg habe in einzigartiger Weise gegen die deutsche Teilung angesungen. Gerst sei durch seine wissenschaftliche Exzellenz, Energie und Eloquenz zu einem großen Vorbild geworden.

Udo Lindenberg und Gronau - ein Streifzug durch die Jahrzehnte

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  • Schon als Zwölfjähriger spielte Udo Lindenberg Schlagzeug in einer Band. Später war er unter anderem Mitglied von Klaus Doldingers „Passport“.

    Foto: Archiv Hanspeter Dickel
  • Ein Bild aus dem Jahr 1962: Udo Lindenberg noch ohne Brille und Hut...

    Foto: Archiv Hanspeter Dickel
  • Foto: Heinrich Niehoff
  • Foto: Heinrich Niehoff
  • Udo Lindenberg mit Rockröhre Giana Nannini

    Foto: Heinrichr Niehoff
  • Bei der Eröffnung des Rock‘n‘Popmuseums in Gronau am 20. Juli 2004 ließ sich Lindenberg von den Fans feiern.

    Foto: gap
  • Er kann es immer noch: Bei der Eröffnung des Rock‘n‘Popmuseums spielte Lindenberg Schlagzeug.

    Foto: gap
  • Ein Bild aus älteren Gronauer Tagen.

    Foto: aho
  • Als Udo Lindenberg zum Ehrenbürger Gronaus ernannt wurde, hielt sein alter Kumpel und WG-Kollege Otto Waalkes die Laudatio.

    Foto: Guido Kratzke
  • Udo Lindenberg bei der Einweihung des Lindneberg-Denkmals in Gronau.

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Udo Lindenberg bei der Einweihung des Lindneberg-Denkmals in Gronau.

     

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Heimspiel: Udo Lindenberg gab schon viele Konzerte in Gronau - das bisher letzte im Juli 2016.

    Foto: Hartmut Springer
  • Heimspiel: Udo Lindenberg gab schon viele Konzerte in Gronau - das bisher letzte im Juli 2016.

    Foto: Hartmut Springer
  • Beim Heimspiel-Konzert 2016 zeigte sich Lindenberg auch den vielen Fans, die zum Public Viewing vor der Gronauer Bürgerhalle gekommen waren.

    Foto: Klaus Wiedau
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