Abenteurer und Aktivist
Survival-Pionier Rüdiger Nehberg gestorben

Der Survival-Pionier und Menschenrechtler Rüdiger Nehberg ist tot. Der als „Sir Vival“ bekannt gewordene Abenteurer und Aktivist starb am Mittwoch im Alter von 84 Jahren, wie seine Frau am Donnerstagabend der Deutschen Presse-Mitteilung mitteilte. „Wir trauern“, stand zudem im Internetauftritt von Nehbergs Verein Target. 

Donnerstag, 02.04.2020, 22:09 Uhr aktualisiert: 02.04.2020, 22:22 Uhr
Abenteurer und Aktivist : Survival-Pionier Rüdiger Nehberg gestorben
Rüdiger Nehberg (* 4. Mai 1935, † 1. April 2020) Foto: dpa

Nehberg hatte mit seinen spektakulären Aktionen als Überlebenskünstler auf dem Atlantik, im Dschungel und in der Wüste immer wieder für Aufsehen gesorgt. Die Aufmerksamkeit nutzte er, um sich für bedrohte Völker zu engagieren. Seit Anfang der 80er Jahre setzte er sich für das indigene Volk der Yanomami im brasilianischen Regenwald ein, deren Lebensraum etwa durch Goldsucher massiv in Gefahr geraten war.

Später kämpfte Nehberg gemeinsam mit seiner Frau gegen den Brauch der Genitalverstümmelung bei jungen Mädchen und Frauen in Afrika und Asien. Mit seinem Verein Target organisierte das in Rausdorf bei Hamburg lebende Paar eine „Karawane der Hoffnung“ durch die Wüste und im Jahr 2006 eine Konferenz hochrangiger islamischer Gelehrter in Kairo, die die Genitalverstümmelung in Form einer Fatwa als nach islamischem Recht verboten deklarierte.

Der gelernte Bäcker und Konditor aus Bielefeld hatte vor und zunächst auch während seiner Abenteurerzeit eigene Ladengeschäfte in Hamburg. Ende der 60er Jahre befasste er sich mit dem Thema Überlebenstraining und wurde zum Survival-Pionier in Deutschland.

Diese Prominenten sind 2020 gestorben

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  • Rüdiger Nehberg (* 4. Mai 1935, † 1. April 2020) 

    Der deutsche Survival-Experte und Aktivist für Menschenrechte, Rüdiger Nehberg, ist im Alter von 84 Jahren gestorben.

    Foto: dpa (Archiv)
  • Barbara Rütting (* 21. November 1927, †  28. März 2020)

    Nur wenige können auf ein so facettenreiches Leben zurückblicken wie Barbara Rütting . Lange genoss sie den Glanz eines Filmstars, dann verschrieb sie sich dem Kampf für Tierschutz und gesunde Ernährung. Im Alter von 92 Jahren ist sie gestorben.

    Foto: Jens Kalaene (dpa)
  • Ellis Marsalis (*14. November 1934, † 1. April 2020)

    Auch die Jazz-Legende starb am Coronavirus.

    Foto: diverse
  • Adam Schlesinger (*31. Oktober 1967, † 1. April 2020) Der Sänger und Liedermacher erlag mit erst 52 Jahren ebenfalls dem Coronavirus.

    Foto: diverse
  • Andrew Jack (*28.1. 1944, † 31.3. 2020)

    Der "Star Wars"-Darsteller (l.) starb an den Folgen einer Corona-Erkrankung.

    Foto: dpa
  • Alberto Uderzo (*25.4.1927, †24.3.2020)

    Der Erfinder und Zeichner von Asterix starb im Alter von 92 Jahren.

    Foto: dpa
  • Gabi Delgado-Lopez (*18.4.1958, †22.3.2020)

    Neue Deutsche Welle-Star: Der DAF-Gründer starb im Alter von 61 Jahren.

    Foto: dpa
  • Manu Dibango (*12.12.1933, †24.3.2020)

    Der Afro-Jazz-Star aus Kamerun, der den Musikstil Makossa entwickelte, starb mit 86 Jahren.

    Foto: dpa
  • Max von Sydow (*10.4.1929, †8.3.2020)

    Der gebürtige Schwede war einer der ganz Großen in der Welt des Films - in vielerlei Hinsicht. Mit seinen über 1,90 Metern Körpergröße überragte von Sydow die meisten seiner Schauspielerkollegen. Am Sonntag (8.3.) ist der Wahl-Franzose im Alter von 90 Jahren gestorben.  Berühmt machte ihn der Starregisseur Ingmar Bergman.

    Foto: Tim Brakemeier/dpa
  • Joseph Vilsmaier (*24.1.1939, †11.2.2020)

    Der deutsche Film- und Fernsehregisseur ist im Alter von 81 Jahren gestorben. Zu seinen größten Erfolgen gehörte der Film Comedian Harmonists.

    Foto: dpa
  • Kirk Douglas (*9.12.1916 †5.2.2020)

    Mit "Spartacus"  Kirk Douglas geht einer der ganz Großen in Hollywood im hohen Alter. Zuletzt war er noch selten aufgetreten, ein Schlaganfall hatte ihm schwer zugesetzt.

    Foto: Paul Buck/epa/dpa
  • Mary Higgins Clark (*24.12.1927 †31.1.2020)

    Sie soll allein in den USA mehr als 100 Millionen Bücher verkauft haben: Mary Higgins Clark zählt zu den erfolgreichsten Krimi-Autorinnen der Welt. 

    Foto: Mike Derer/AP/dpa
  • Kobe Bryant (*23.8.1978 †26.1.2020)

    Auf dem Basketball-Parkett verzauberte Kobe Bryant Millionen Menschen auf der ganzen Welt. Sein tragischer Tod bei einem Helikopter-Absturz sorgte über die Sportwelt hinaus für Bestürzung.

    Foto: Larry W. Smith/epa/dpa
  • Gudrun Pausewang (*3.3.1928 †23.1.2020)

    Ihr größer Erfolg war " Die Wolke ". Aber auch in anderen Werken zeigte sich die Wahl-Hessin als engagierte Autorin, die fest daran glaubte, dass Literatur die Leser verändern kann. 

    Foto: Arne Dedert dpa
  • Terry Jones (*1.2.1942 †21.1.2020)

    Mit Bartschatten, buschigen Augenbrauen und kreischender Stimme verkörperte  Terry Jones  mit Wonne die weiblichen Quälgeister der Monty-Python-Truppe - beispielsweise in der Bibelfilm-Persiflage „Das Leben des Brian“.

    Foto: Myung Jung Kim/PA Wire/dpa
  • Joseph Hannesschläger (*2.6.1962 †20.1.2020)

    Eine der beliebtesten deutschen Fernsehserien hat ihr prominentestes Gesicht verloren:  Joseph Hannesschläger , der "Rosenheim-Cop", ist tot. 

    Foto: Ursula Düren/dpa
  • Hans Tilkowski (*12.7.1935 †5.1.2020)

    Hans Tilkowski , der ehemalige Torhüter von Borussia Dortmund und der deutschen Nationalmannschaft, galt als einer der weltbesten Torhüter seiner Zeit. Vor allem das legendäre Wembley-Tor im WM-Finale von 1966 sichert ihm einen Platz in der Fußball-Historie.

    Foto: Bernd Thissen/dpa
  • Veronika Fitz (*28.3.1936 †4.1.2020)

    Mit ihrer Hauptrolle in der BR-Serie "Die Hausmeisterin" eroberte Veronika Fitz die Herzen bayerischer Fernsehzuschauer. Im Januar ist sie im Alter von 83 Jahren gestorben.

    Foto: Tobias Hase/dpa
  • Rückblick: Im Vorjahr (2019) starb unter anderem Karl Lagerfeld.

    Foto: Britta Pedersen/dpa
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