Kommentar
Ist der Zapfenstreich für Wulff gerechtfertigt? Nein!

Für eines kann Christian Wulff nichts: Der Große Zapfenstreich am Donnerstagabend wird eine ungemütliche Veranstaltung: kühl soll es werden und regnerisch. Alles andere hat er sich selbst zuschreiben: Das Hickhack darüber, ob das Zeremoniell nicht eine rundweg peinliche Veranstaltung ist. Dazu in den Sekretariaten der Spitzenpolitiker die vorsichtigen Blicke in die Posteingangskörbe: hoffentlich keine Einladung, auf die dann zu regieren wäre. Die Kanzlerin muss natürlich kommen, Bundestagspräsident Lammert sieht sich genötigt. Vizepräsident Thierse, einziger potenzieller SPD-Vertreter, dreht es so, dass er in der fraglichen Zeit Lammert im Bundestag vertreten muss.

Mittwoch, 07.03.2012, 18:03 Uhr

Dazu in den Sekretariaten der Spitzenpolitiker die vorsichtigen Blicke in die Posteingangskörbe : hoffentlich keine Einladung, auf die dann zu regieren wäre. Die Kanzlerin muss natürlich kommen, Bundestagspräsident Lammert sieht sich genötigt. Vizepräsident Thierse, einziger potenzieller SPD-Vertreter, dreht es so, dass er in der fraglichen Zeit Lammert im Bundestag vertreten muss.

Das politische Berlin ist wohl in einer ganz großen Koalition contra Zapfenstreich: unverdiente Abschieds-Ehrung nach einem solchen Rücktritt. Wulff hätte sich dies alles ersparen können. Traditionsgemäß bot der Verteidigungsminister ihm den Aufzug des Stabmusikkorps an. Besäße der Ex-Präsident nur ein bisschen Fingerspitzengefühl, hätte er abgelehnt. Das disqualifiziert ihn zusätzlich – auch für den Zapfenstreich.

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