„Wirkt wie ein chemischer Pflug“
Kammer-Experte verteidigt Glyphosat

Münster -

Für Dr. Anton Dissemond, stellvertretender Leiter der Abteilung Pflanzenschutzdienst bei der NRW-Landwirtschaftskammer, prallen beim Thema Glyphosat „Weltsichten“ aufeinander. Einen Grund, den Stoff, der wie ein „chemischer Pflug wirkt“ und Unkrautwachstum hemmt, zu verbannen, sieht er nicht. Die Eigenschaften seien „hervorragend“ – auch unter wichtigen Kosten-Nutzen-Gesichtspunkten.

Montag, 02.02.2015, 17:02 Uhr

Die Landwirte müssen Sachkunde nachweisen, wenn sie mit den weit ausladenden Spritzgeräten am Traktor tröpfchenweise das Mittel versprühen wollen. Jeder Einsatz muss aufgezeichnet werden.

Regelmäßige Kontrollen durch die Kammer gibt es. Besuch bekommen pro Jahr im Schnitt aber nur fünf Prozent der Betriebe. Dissemond hält ohnehin Anlasskontrollen für viel effektiver: „Wir sehen draußen braune Feldränder und werden tätig.“

Glyphosat sieht Dissemond im „unteren Drittel der harmlosen Substanzen“. Manch ein „Bio-Herbizid“ weise eine deutlich höhere Giftigkeit auf.

Dass die Dauer-Debatte die Landwirte stark verunsichert, spürt auch die Kammer. Dissemond: „Man glaubt aber mehr den Fachbehörden, die bis heute jede Frage zu Glyphosat beantwortet haben.“

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