Kommentar
Eine bisweilen peinliche Diskussion

Die Fraktionen haben mit der Nachbesserung ihres parteiübergreifenden Antrags Weitsicht bewiesen. Eine Neustrukturierung der Aufgabenbereiche Tourismus und Stadtmarketing sowie der Organisation von Kulturveranstaltungen darf nicht übers Knie gebrochen werden. Und genau das wäre mit der ursprünglichen Planung und dem Auslaufen des Vertrages mit der Veranstaltungs- und Werbegemeinschaft Ende dieses Jahres passiert.

Mittwoch, 11.05.2016, 15:05 Uhr

 
  Foto: Anne Steven

Zu viel ist im Moment in Ochtrup im Umbruch, zu groß sind die Veränderungen und die damit einhergehenden Herausforderungen, die dem Ort unter anderem durch die geplante erneute Outleterweiterung in naher Zukunft bevorstehen. Auf diesem Weg wollen und müssen die vielen engagierten Gruppen, Vereine und auch Einzelpersonen mitgenommen werden. Da hat das Konzept der Fraktionen hier und da auch Missverständnisse aufgeworfen. Diese sollen nun in Ruhe ausgeräumt werden. Das ist der richtige Weg. Denn die Neustrukturierung kann nur gelingen, wenn sie von vielen mitgetragen wird.

Dass sich die Parteien bei der Ausarbeitung der Neukonzeptionierung juristisch beraten lassen, ist nicht nur legitim, sondern zwingend erforderlich. Schließlich steht eine Menge auf dem Spiel und am Ende geht es immer auch um Steuergelder. Dieses Recht, sich juristischen Beistand zu holen, sollten die Politiker aber auch der Stadtverwaltung zugestehen. Schließlich spielt sie in den Planungen für eine neue GmbH keine unwesentliche Rolle.

Die Debatte, die nach dem Vortrag des Fachanwalts entbrannte, ließ an einigen Stellen jegliche Diskussionskultur vermissen. Die juristischen Fingerhakeleien verbaler Art von Bürgmeister Kai Hutzenlaub taten einmal mehr ihr Übriges. Auch wenn die Politiker und die Verwaltungsspitze beim Thema Tourismus und Stadtmarketing unterschiedlicher Auffassung sind, muss es möglich sein, sich darüber konstruktiv auseinanderzusetzen. Vielleicht war es gut, dass nur fünf Zuschauer diese bisweilen peinliche Diskussion verfolgt haben.

Anne Eckrodt

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