Festival am Nürburgring
„Rock am Ring“ geht nach Absage wegen Terrorgefahr weiter

Nürburgring -

(UPDATE Samstag 10.50 Uhr:) Das Musikfestival „Rock am Ring“ wird nach der Unterbrechung wegen eines Terroralalarms fortgesetzt. Die Polizei Koblenz teilte am Samstag auf Twitter mit: „Wir freuen uns mit euch. Es geht weiter!“

Zehntausende freuen sich auf ein Rock-Fest, doch dann heißt es aus den Lautsprechern: Die Konzerte werden abgebrochen - Terrorgefahr. Und das wenige Tage nach dem Terror von Manchester. Die meisten Zuschauer reagieren beim Klassiker „Rock am Ring“ gelassen.

Freitag, 02.06.2017, 22:06 Uhr

 Menschenleer ist das Gelände des Musikfestivals Rock am Ring in Nürburg (Rheinland-Pfalz) am 03.06.2017. Das Musikfestival «Rock am Ring» wird nach der Unterbrechung wegen eines Terroralalarms fortgesetzt. Das teilte die Polizei Koblenz am Samstag, 03.06. auf Twitter mit.
Menschenleer ist das Gelände des Musikfestivals Rock am Ring in Nürburg (Rheinland-Pfalz) am 03.06.2017. Das Musikfestival «Rock am Ring» wird nach der Unterbrechung wegen eines Terroralalarms fortgesetzt. Das teilte die Polizei Koblenz am Samstag, 03.06. auf Twitter mit. Foto: dpa

Das von Zehntausenden Musikfans besuchte Festival «Rock am Ring» ist wegen Terrorgefahr unterbrochen worden. Es gebe «konkrete Hinweise, aufgrund derer eine mögliche terroristische Gefährdung nicht auszuschließen» sei, teilte die Polizei Koblenz am Freitagabend mit. Die meisten Zuschauer blieben ruhig, rund eine halbe Stunde nach der Unterbrechung war das Gelände laut Organisator Marek Lieberberg geräumt. In einem Statement der Veranstalter des wohl bekanntesten Rockfestivals Deutschlands hieß es, sie seien wegen einer «terroristischen Gefährdungslage» angewiesen worden, die Besucher zum Verlassen des Geländes aufzufordern.

Am Samstagmorgen gab es dann die Entwarnung der Polizei Koblenz auf Twitter : „Wir freuen uns mit euch. Es geht weiter!“

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Rock am Ring 2017

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  • Das von Zehntausenden Musikfans besuchte Festival ist am Freitagabend wegen Terrorgefahr unterbrochen worden.

    Foto: Thomas Frey, dpa
  • Am Nürburgring waren folgende Lautsprecherdurchsagen zu hören: „Wegen einer terroristischen Bedrohungslage wird das Festival für heute abgebrochen. Wir hoffen, dass es morgen weitergeht.“

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  • Alle Besucher wurden gebeten, das Festivalgelände kontrolliert und ruhig in Richtung Ausgänge und Campingplätze zu verlassen.

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  • Bis zu 90.000 Musikfans wurden zum diesjährigen „Rock am Ring“ in der Eifel erwartet. 

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  • Rund eine halbe Stunde nach der Unterbrechung war das Gelände laut Organisator Marek Lieberberg geräumt.

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  • Die Besucher verließen das Gelände nach Augenzeugenberichten ruhig und geordnet.

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  • Der Platz vor der Hauptbühne ist fast menschenleer.

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  • Kurz zuvor sah es dort noch so aus.

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  • Veranstalter Marek Lieberberg berichtete vor Journalisten vor Ort, die umliegenden Straßen seien alle abgesperrt. Es verkehrten aber noch Shuttlebusse. Er hoffe, dass das Festival am Samstag fortgesetzt werden könne.

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  • Rund 85 Bands sollten bei Rock am Ring von Freitag bis Sonntag auf vier Bühnen auftreten.

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  • Zoltan Bathory, Gitarrist der US-amerikanischen Metal-Band "Five Finger Death Puch" spielt am 02.06.2017 auf der Hauptbühne.

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  • Ivan "Ghost" Moody, Sänger der US-amerikanischen Metal-Band «Five Finger Death Punch» am Freitag auf der Hauptbühne

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  • Ivan "Ghost" Moody, Sänger der US-amerikanischen Metal-Band «Five Finger Death Punch» (l), und Gitarrist Jason Hook

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  • Der britische Blues- und Soulsänger Rag ·n· Bone Man am Freitag auf der Hauptbühne

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  • Der britische Blues- und Soulsänger Rag ·n· Bone Man

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  • Rag ·n· Bone Man

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  • Rag ·n· Bone Man

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  • Besucher des Musikfestivals Rock am Ring werden am 02.06.2017 in Nürburg (Rheinland-Pfalz) am Eingang zum Festivalgelände von Mitarbeitern des Sicherheitsdienstes kontrolliert.

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  • Rockfans zeigen während des Auftritts der US-amerikanischen Metal-Band «Five Finger Death Punch» am 02.06.2017 in Nürburg (Rheinland-Pfalz) beim Musikfestival Rock am Ring vor der Hauptbühne ein Schild mit der Aufschrift «Kein Platz für Terror» .

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  • Stagediver lassen sich während des Auftritts der US-amerikanischen Metal-Band «Five Finger Death Punch» am 02.06.2017 in Nürburg (Rheinland-Pfalz) beim Musikfestival Rock am Ring vor der Hauptbühne nach vorne tragen.

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  • Stagediver lassen sich während des Auftritts der US-amerikanischen Metal-Band «Five Finger Death Punch» am 02.06.2017 in Nürburg (Rheinland-Pfalz) beim Musikfestival Rock am Ring vor der Hauptbühne nach vorne tragen.

    Foto: Thomas Frey
  • Rockfans stehen während des Auftritts der US-amerikanischen Metal-Band «Five Finger Death Punch» am 02.06.2017 in Nürburg (Rheinland-Pfalz) beim Musikfestival Rock am Ring vor der Hauptbühne .

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  • Rockfans stehen während des Auftritts der US-amerikanischen Metal-Band «Five Finger Death Punch» am 02.06.2017 in Nürburg (Rheinland-Pfalz) beim Musikfestival Rock am Ring vor der Hauptbühne .

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  • Rockfans stehen während des Auftritts der US-amerikanischen Metal-Band «Five Finger Death Punch» am 02.06.2017 in Nürburg (Rheinland-Pfalz) beim Musikfestival Rock am Ring vor der Hauptbühne .

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  • Die schwedische Metal-Band «In Flames» steht am 02.06.2017 in Nürburg (Rheinland-Pfalz) beim Musikfestival Rock am Ring auf der Hauptbühne.

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  • Anders Friden, Sänger der schwedischen Metal-Band «In Flames» steht am 02.06.2017 in Nürburg (Rheinland-Pfalz) beim Musikfestival Rock am Ring auf der Hauptbühne.

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  • Anders Friden, Sänger der schwedischen Metal-Band «In Flames» steht am 02.06.2017 in Nürburg (Rheinland-Pfalz) beim Musikfestival Rock am Ring auf der Hauptbühne.

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  • Rockfans stehen am 02.06.2017 in Nürburg (Rheinland-Pfalz) beim Musikfestival Rock am Ring während des Auftritts der schwedischen Band «In Flames» vor der Hauptbühne.

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  • Niclas Engelin, Gitarrist der schwedischen Metal-Band «In Flames», steht am 02.06.2017 in Nürburg (Rheinland-Pfalz) beim Musikfestival Rock am Ring auf der Hauptbühne.

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  • Rockfans stehen am 02.06.2017 in Nürburg (Rheinland-Pfalz) beim Musikfestival Rock am Ring während des Auftritts der schwedischen Band «In Flames» vor der Hauptbühne.

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  • Rockfans stehen am 02.06.2017 in Nürburg (Rheinland-Pfalz) beim Musikfestival Rock am Ring während des Auftritts der schwedischen Band «In Flames» vor der Hauptbühne.

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  • Rockfans stehen am 02.06.2017 in Nürburg (Rheinland-Pfalz) beim Musikfestival Rock am Ring während des Auftritts der schwedischen Band «In Flames» vor der Hauptbühne.

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  • Die Rockfans Kai und Michele aus Berlin trinken am 02.06.2017 beim Musikfestival Rock am Ring in Nürburg (Rheinland-Pfalz) auf dem Campinggelände ein Bier.

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  • Rockfans stehen am 02.06.2017 in Nürburg (Rheinland-Pfalz) beim Musikfestival Rock am Ring während des Auftritts der Band Skindred vor der Hauptbühne.

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  • "Welcome home Ringrockers" steht am 02.06.2017 ein Eingangsbereich zum Musikfestival Rock am Ring in Nürburg (Rheinland-Pfalz).

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  • Flaschen, Dosen und Getränkepackungen liegen am 02.06.2017 in Nürburg (Rheinland-Pfalz) am Eingang zum Gelände des Musikfestivals Rock am Ring in einer Mülltonne an der Sicherheitskontrolle, da aufgrund der verschärften Sicherheitsbestimmungen nur noch flexible Getränkepackungen bis 0,5 Liter mitgenommen werden dürfen.

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  • Besucher des Musikfestivals Rock am Ring gehen am 02.06.2017 in Nürburg (Rheinland-Pfalz) vor dem Festivalgelände zur Einlasskontrolle.

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  • Eine Tetrapack-Getränkepackung steht am 02.06.2017 in Nürburg (Rheinland-Pfalz) am Geländeeingang des Musikfestivals Rock am Ring, da aufgrund der verschärften Sicherheitsbestimmungen nur noch flexible Getränkepackungen bis 0,5 Liter mitgenommen werden dürfen.

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  • Besucher des Musikfestivals Rock am Ring werden am 02.06.2017 in Nürburg (Rheinland-Pfalz) am Eingang zum Festivalgelände von Mitarbeitern des Sicherheitsdienstes kontrolliert.

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  • Besucher des Musikfestivals Rock am Ring werden am 02.06.2017 in Nürburg (Rheinland-Pfalz) am Eingang zum Festivalgelände von Mitarbeitern des Sicherheitsdienstes kontrolliert.

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  • Besucher des Musikfestivals Rock am Ring werden am 02.06.2017 in Nürburg (Rheinland-Pfalz) am Eingang zum Festivalgelände von Mitarbeitern des Sicherheitsdienstes kontrolliert.

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  • Besucher des Musikfestivals Rock am Ring werden am 02.06.2017 in Nürburg (Rheinland-Pfalz) am Eingang zum Festivalgelände von Mitarbeitern des Sicherheitsdienstes kontrolliert.

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  • Ein Besucher des Musikfestivals Rock am Ring zeigt am 02.06.2017 in Nürburg (Rheinland-Pfalz) am Eingang zum Festivalgelände an der Sicherheitskontrolle die Gegenstände, die er auf das Festivalgelände mitnehmen darf.

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  • Mitarbeiter des Sicherheitsdienstes patrouillieren am 02.06.2017 beim Musikfestival Rock am Ring in Nürburg (Rheinland-Pfalz) auf dem Campinggelände.

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  • Mitarbeiter des Sicherheitsdienstes patrouillieren am 02.06.2017 beim Musikfestival Rock am Ring in Nürburg (Rheinland-Pfalz) auf dem Gelände.

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Die Hintergründe von Freitag:

«Derzeit laufen Ermittlungen mit Hochdruck. Genaue Hintergründe können wir derzeit noch nicht nennen», hieß es von der Polizei weiter. «Da die Sicherheit an erster Stelle steht und eine Gefährdung von Festivalbesuchern in jedem Fall soweit wie möglich ausgeschlossen werden muss, wurde entschieden, das Festival für diesen Tag auszusetzen.»

Die rheinland-pfälzische Landesregierung bestätigte die Terrorwarnung. Es gebe Hinweise auf eine mögliche terroristische Bedrohungslage, sagte Ministeriumssprecherin Joachim Winkler am Freitagabend der Deutschen Presse-Agentur.

Am Nürburgring waren folgende Lautsprecherdurchsagen zu hören: «Wegen einer terroristischen Bedrohungslage wird das Festival für heute abgebrochen. Wir hoffen, dass es morgen weitergeht.» Alle Besucher wurden gebeten, das Festivalgelände kontrolliert und ruhig in Richtung Ausgänge und Campingplätze zu verlassen.

Schon vor der Unterbrechung hatten Sicherheitsbedenken das Festival begleitet . Die Polizeipräsenz am Nürburgring war - auch vor dem Hintergrund des Terroranschlags auf ein Konzert in Manchester vor anderthalb Wochen - auf mehr als 1200 Beamte aufgestockt worden. Organisator Lieberberg hatte zu Beginn des Festivals auf der Hauptbühne an die Opfer von Manchester erinnert.

Bis zu 90 000 Musikfans wurden zum diesjährigen «Rock am Ring» in der Eifel erwartet. Als Höhepunkt am Freitag hatte der Auftritt der Rockband Rammstein gegolten, der am späten Abend (22.30 Uhr) beginnen sollte. Für das Festival war es eine Rückkehr: In den vergangenen beiden Jahren hatte «Rock am Ring» auf dem Flugplatz Mendig stattgefunden, mehrere Besucher wurden dabei bei Blitzschlägen verletzt.

Beim parallel in Nürnberg stattfindenden Zwillingsfestival «Rock im Park» gingen die Konzerte am Freitagabend weiter. Dort treten dieselben Bands in anderer Reihenfolge auf.

Infotelefon

Die Polizei Koblenz hat ein Bürger-Infotelefon geschaltet. Die Telefonnummer lautet 0800-6565651.

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