100.000 Elektrofahrzeuge bis 2020
NRW soll Vorreiter bei E-Mobilen werden

Düsseldorf -

Ministerpräsident Armin Laschet will NRW zum Vorreiter bei Elektromobilität machen. Eine vernetzte Strategie von Unternehmen und Hochschulen soll dies beschleunigen. „Wir müssen mit Tempo hinein in die Elektromobilität“, betonte er am Mittwoch bei seiner 100-Tage-Bilanz in Düsseldorf.

Mittwoch, 04.10.2017, 20:10 Uhr

100.000 Elektrofahrzeuge bis 2020: NRW soll Vorreiter bei E-Mobilen werden
Am 05.10.2017 führt Laschet die einzige schwarz-gelbe Koalition in Deutschland seit 100 Tagen und zieht eine erste Bilanz. Foto: Federico Gambarini/dpa

Deren Entwicklung gewinne unabhängig von der Diesel-Debatte an Dynamik. „Aber wir wollen das mit einer Einstiegsmentalität machen und nicht mit einer Ausstiegsmentalität.“ Stichtage für den Ausstieg aus Verbrennungsmotoren führten nicht weiter.

Bis 2020 könnten Prognosen zufolge in NRW 100.000 Elektroautos vom Band fahren – unabhängig von dem durch DHL gebauten Streetscooter. Der Schub dafür soll von der 2018 beginnenden Produktion des Kleinwagens E-Go, einer größeren Variante ab 2019 und des Klein­busses E-Moover im Raum Aachen ausgehen.

Um diese Dynamik zu unterstützen, will der Ministerpräsident einen Expertenrat aller Akteure aus Unternehmen, Wissenschaft und Ministern seines Kabinetts einberufen, der alle acht ­Wochen notwendige Maßnahmen abgleicht. Als einen führenden Entwickler will Laschet Professor Günter Schuh von der RWTH Aachen in das Gremium ­berufen. Ihm sollen auch die Experten aus Münsters Batterieforschungszentrum Meet unter Professor Martin Winter sowie Unternehmer und Zulieferbetriebe aus Ostwestfalen-Lippe angehören. Laschet kündigte an, er werde das Thema in die ­Berliner Koalitionsverhandlungen tragen.

Arndt Kirchhoff, Präsident von Unternehmer NRW, wertete die Initiative positiv. „Das macht uns schneller.“ Den Standort-Wettbewerb mit anderen Bundesländern solle NRW „sportlich“ angehen. Dafür müsse es in Berlin auch einen Kurswechsel geben: „Ich fordere, dass der nächste Bundesverkehrsminister aus NRW kommt“, erklärte Kirchhoff. 

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