Polizei erlebt Bewerberboom
Starkes Interesse an Ausbildung im Landesdienst

Selm/Düsseldorf -

Immer mehr junge Frauen und Männer in Nordrhein-Westfalen suchen ihre berufliche Zukunft bei der Polizei. Nach Angaben des Landesamtes für Ausbildung, Fortbildung und Personalangelegenheiten (LAFP) in Selm haben sich zum Einstellungstermin 2018 rund 11.300 junge Leute online für eine Ausbildung bei der NRW-Polizei beworben – so viele wie nie zuvor. Im vergangenen Jahr hatten sich 9373 Frauen und Männer beworben.

Dienstag, 03.04.2018, 19:04 Uhr

Polizei erlebt Bewerberboom: Starkes Interesse an Ausbildung im Landesdienst
Junge Polizisten sitzen bei der Ernennungsfeier des Bachelorstudiengangs für den gehobenen Polizeivollzugsdienst in der Hochschule für Wirtschaft und Recht. Foto: Holger Hollemann/dpa

„Natürlich kennen wir die Gründe für diesen Boom nicht genau“, sagt eine ­Sprecherin der Ausbildungseinrichtung. Neben der gezielten Werbekampagne in sozialen Netzwerken und im Radio spiele sicher der Gedanke an eine sichere berufliche Zukunft eine Rolle. „Zudem gibt es ja sonst kaum Berufe, in denen es vom ersten Tag des Studiums schon ein festes Gehalt gibt“, sagt Victor Ocansey vom LAFP.

Auch die Karriere- und Gehaltsperspektiven seien im Polizeidienst nach der Ausbildung gut. Nach der ersten Zeit im Streifendienst und in einer Hundertschaft winken weitere Aufstiegschancen mit verlässlicher Beförderungsperspektive. Seit Ok­tober 2014 sei das Interesse an einer Ausbildung im Polizeidienst kontinuierlich gestiegen – trotz hoher Belastung zum Beispiel in sozialen Brennpunkten oder an Wochenenden durch den Einsatz in einer Hundertschaften. Auch aus anderen Bundesländern, die selbst über eine sinkende Zahl von Bewerbern klagen, gebe es Interessenten.

Für das Land kommt dieser Boom zur rechten Zeit. Die schwarz-gelbe Landes­regierung hat festgelegt, bis 2022 rund 2300 zusätzliche Polizisten einzustellen. Dies soll zu einer stärkeren Polizeipräsenz in städtischen Brennpunkten und im ländlichen Raum führen. Dazu kommt, dass in den kom menden Jahren die geburtenstarken Jahrgänge auch im Polizeidienst in den Ruhestand gehen werden. Zurzeit bereiten sich 6100 Kommissaranwärterinnen und Anwärter in drei Jahrgängen auf den Berufsalltag in Uniform vor.  

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