CDU-Parteivorsitz
Laumann wirbt für „AKK“

Münster/Berlin -

Die Kandidatenkür für den CDU-Parteivorsitz geht in die entscheidende Phase: Drei Tage vor dem Bundesparteitag in Hamburg hat der Chef der Christlich-Demokratischen Arbeitnehmerschaft (CDA), Karl-Josef Laumann, einen Brief an die CDA-Mitglieder geschrieben und darin indirekt für Annegret Kramp-Karrenbauer geworben.

Dienstag, 04.12.2018, 19:18 Uhr aktualisiert: 04.12.2018, 21:37 Uhr
Karl-Josef Laumann
Karl-Josef Laumann Foto: Christophorus Trägergesellschaft mbH

Die Generalsekretärin habe die „inhaltlichen Gedanken“ der CDA bereits aufgenommen und teile viele ihrer Sorgen, schrieb er an die CDA-Mitglieder. „Es macht sich bemerkbar, dass sie bereits seit fast 30 Jahren Mitglied der CDA ist und ein Gespür für unsere Herzensthemen hat.“

Neben Kramp-Karrenbauer gehen der ehemalige Fraktionschef Friedrich Merz und Jens Spahn als aussichtsreiche Kandidaten ins Rennen. Bundestagspräsident Wolfgang Schäuble hat sich erstmals eindeutig für Merz ausgesprochen. „Es wäre das Beste für das Land, wenn Friedrich Merz eine Mehrheit auf dem Parteitag erhielte“, sagte der CDU-Politiker der „FAZ“. „Das würde es erleichtern, wieder zu einer Integration der politischen Kräfte zur Mitte hin zu kommen und unser System zu stabilisieren.“

Vor allem zwischen Kramp-Karrenbauer und Merz gilt die Wahl der 1001 Delegierten als offen. Vor zwei Wochen hatte sich die ebenfalls einflussreiche Mittelstandsvereinigung MIT der CDU für Merz ausgesprochen. Die Frauen Union ist mehrheitlich für AKK, die Junge Union gespalten.

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