Berufsangebote
15.000 Stellen für Langzeitarbeitslose in NRW

Düsseldorf -

Neue Perspektiven für Langzeitarbeitslose: Ein neues Förderprogramm soll ihnen den Wiedereinstieg in einen regulären Job ermöglichen.

Dienstag, 22.01.2019, 18:50 Uhr aktualisiert: 22.01.2019, 19:09 Uhr
NRW-Arbeitsminister Karl-Josef Laumann
NRW-Arbeitsminister Karl-Josef Laumann Foto: Christophorus Trägergesellschaft mbH

Für sie soll es die große Chance zur Rückkehr in einen festen Job ­werden: In Nordrhein-Westfalen sollen dieses Jahr 15.000 Langzeitarbeitslose auf neue Stellen vermittelt werden, die ihnen den Weg in ­reguläre Arbeitsverträge eröffnen. „Damit wollen wir diesen Menschen eine Brücke in den ersten Arbeitsmarkt bauen“, lobte Arbeitsminister Karl-Josef Laumann ( CDU ) eine am Dienstag mit Ver­tretern des Handwerks, der Gewerkschaften, der Freien Wohlfahrtspflege, der NRW-Arbeitsagentur und der Kommunen getroffene Vereinbarung für einen sozialen Arbeitsmarkt. Allein im Ruhrgebiet sollen 6000 Stellen geschaffen werden.

Rund 150.000 der 253.000 Langzeitarbeitslosen in NRW könnten über die subventionierten und sozialversicherungspflichtige Stellen aufgefangen werden, weil sie über mindestens sechs der letzten sieben Jahre Unterstützung bezogen haben. 28.000 von ihnen kämen ­direkt für das neue Förderprogramm in Frage, sagte Christiane Schönefeld, NRW-Chefin der Bundesagentur für Arbeit . Für maximal fünf Jahre sollen die Stellen finanziert werden, der Bund stellt für NRW bis 2022 eine Milliarde Euro bereit. Im ersten Jahr sind bis zu 100 Prozent Lohnkostenzuschüsse drin, danach steigt der Arbeitgeberanteil.

„Ich möchte diese Arbeitsplätze am liebsten in Unternehmen haben“, betonte Laumann. „Dass das Handwerk in NRW da mitmacht, finde ich besonders klasse.“ NRW-Handwerkspräsident An­dreas Ehlert merkte kritisch an, die Unternehmen sähen die anfangs hohe Subvention der Stellen mit Sorge, weil damit eine Wettbewerbsverzerrung verbunden sein könne. Dann müsse für die Stellen keine Wertschöpfung mehr entstehen. „Wir bewegen uns in einem Markt, der nicht mehr ganz fair ist.“ Gerade Gartenbau- oder Malerbetriebe könnten so unter Preisdruck geraten.

Der Präsident des NRW-Städtetages, Thomas Hun­steger-Petermann, warb für eine andere Perspektive: ­Viele Handwerker könnten so ihr Problem fehlender Fachkräfte lösen, auch wenn Langzeitarbeitslose anfangs nicht die volle Leistung bringen könnten.

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