Überdüngung
Deutschland drohen 850.000 Euro Strafe – pro Tag

Münster/Berlin -

Die Uhr tickt: Deutschland muss ab Montag wegen der Düngeverordnung Strafe zahlen. Die Verhandlungen laufen auf Hochtouren.

Samstag, 30.03.2019, 11:00 Uhr
Svenja Schulze
Bundesumweltministerin Svenja Schulze (SPD) will eine erneute Verurteilung Deutschlands wegen zu hoher Nitratwerte vermeiden. Foto: Gunnar A. Pier

Deutschland kämpft gegen eine Monster-Strafe. Sollte die EU-Kommission bis Sonntag die neue Düngeverordnung aus Berlin nicht erhalten und genehmigt haben, muss die Bundesrepublik 850.000 Euro Strafe nach Brüssel überweisen – täglich. Nach Informationen unserer Zeitung arbeitet das Bundeslandwirtschaftsministerium mit Hochdruck daran, bis spätestens 31. März eine Verordnung zur Reduzierung der Nitratbelastung des Grundwassers fertigzustellen, die den strengen Vorgaben der EU entspricht. Hintergrund ist ein Rechtsstreit zwischen Deutschland und der Kommission, um die Überdüngung der Böden in vielen Regionen zu senken. Dies gefährdet unter anderem die Qualität des Grundwassers und ist eine Folge der Landwirtschaft.

Bundesumweltministerin Svenja Schulze (SPD) will eine erneute Verurteilung Deutschlands in dieser Sache unbedingt vermeiden. „Landwirtschaftsministerin Klöckner ist dafür verantwortlich, dass wir die Überdüngung beenden und so eine Einigung mit Brüssel hinbekommen“, sagte Schulze unserer Zeitung. Landwirte müssten ihre Arbeitsweise umstellen, wo die Boden- und Grundwasserbelastung besonders hoch ist. Am 4. April demonstrieren Tausende Landwirte gegen die Düngeverordnung.

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