Lagebericht des Landeskriminalamts
Fahnder kassieren bei Banden ab

Düsseldorf -

Kriminelle Banden haben in Nordrhein-Westfalen im vergangenen Jahr in den 77 von der Polizei ermittelten Verfahren mehr als 188 Millionen Euro Beute gemacht. 

Freitag, 20.09.2019, 19:08 Uhr aktualisiert: 20.09.2019, 20:32 Uhr
Lagebericht des Landeskriminalamts: Fahnder kassieren bei Banden ab
Das Hells Angels-Emblem auf einem Motorrad-Tank. Foto: Arne Dedert/dpa

Die Ermittler konnten davon jedoch nur etwas mehr als zehn Prozent – fast 22 Millionen Euro – abschöpfen, wie das Landeskriminalamt (LKA) im Lagebericht für 2018 zur Organisierten Kriminalität berichtet. Beide summen sind ein Vielfaches gegenüber 2017. Mehr als 1200 Tatverdächtige wurden ermittelt.

Einen großen Anteil an den Verfahren nimmt unverändert der bandenmäßige Drogenhandel durch Rocker und türkisch-arabischstämmige Familienclans ein. Aber auch die italienische Mafiaorganisation „Ndragheta“ beschäftigte die Ermittler: Sie hat nach Schätzungen der Ermittler Kokain im Wert von 120 Millionen Euro von Deutschland nach Großbritannien geschmuggelt. Daraus resultiert der im vergangenen Jahr besonders hohe „Tatertrag“.

Zu den in finanzieller Sicht großen Fällen zählt der Steuerbetrug in mehreren Spielhallen, die das LKA der Clankriminalität zurechnet. Etwa 38 Millionen Euro Steuern sollen die Betreiber hinterzogen haben, immerhin 10,2 Millionen haben die Fahnder eingezogen.

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