Interview

Sonntag, 22.09.2019, 14:21 Uhr aktualisiert: 22.09.2019, 14:58 Uhr
Wolfgang Bernhardt
Wolfgang Bernhardt

Was überwiegt heute: lachendes oder weinendes Auge?

Wolfgang Bernhardt : Heute ganz klar lachendes Auge. Wehmut ist auch dabei, aber warum soll ich traurig sein? Es gibt keinen Grund dafür. Die Schule steht gut da. Ich wollte das so, und es ist ein wunderbarer Zeitpunkt aufzuhören.

Was wünschen Sie sich für die Zukunft der Musikschule?

Bernhardt: Dass man überhaupt mal zur Kenntnis nimmt, dass diese Form von Kulturarbeit extrem wichtig ist, auch gesellschaftlich wichtig. Und zum anderen, dass man sich bemüht, kulturelles Arbeiten und Kulturinstitutionen zusammenzufügen, sie sichtbarer zu machen und sie als wesentlichen Bestandteil einer Stadt wie Greven zu betrachten.

Bleiben Sie der Schule erhalten, etwa als Honorarkraft?

Bernhardt: Nein, definitiv nicht. Ich bleibe noch an der Uni, ich mache den Lehrauftrag an der Musikhochschule weiter, den ich dort seit sechs Jahren habe. Für Studenten, die ihre Praktika hier machen, bin ich dann noch ein, zwei Mal im Jahr an der Schule. Aber ansonsten nicht. Meine Nachfolgerin Frau von Gostomski weiß, was sie zu tun hat, und sie weiß, was sie kann. Für mich ist Schluss, das geht auch nicht anders, da muss man einen Schnitt machen.

Die Zeit, die Sie jetzt haben, nutzen sie wofür?

Bernhardt: Die Frage beantworte ich immer gleich: Das weiß ich morgen, wenn es soweit ist. Es gibt keine Pläne. Was morgen ist, weißt ich morgen, was nächste Woche ist, weiß ich nächste Woche, und was in einem halben Jahr ist, weiß ich in einem halben Jahr.

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