Twitter-Reaktionen zur US-Wahl
So reagiert das Netz auf Trumps Wahlsieg

Washington/ Berlin -

„Peinlich“, „furchteinflößend“: Zahlreiche Prominente haben entsetzt auf Donald Trumps Wahlerfolge in zahlreichen US-Bundesstaaten reagiert. Auch deutsche Politiker haben ihre ersten Statements auf dem sozialen Netzwerk veröffentlicht. Diese und weitere Äußerungen im Überblick:

Mittwoch, 09.11.2016, 12:11 Uhr

Twitter-Reaktionen zur US-Wahl : So reagiert das Netz auf Trumps Wahlsieg
Das Entsetzen bei den Anhängern von Präsidentschaftskandidatin Hillary Clinton über den Wahlausgang ist groß. Foto: dpa

„Was für ein Land, wie peinlich, was für ein Land“, schrieb der mexikanische Hollywoodstar Gael Garcia Bernal in der Nacht zum Mittwoch auf Twitter . Immer wieder hatte Trump angekündigt, eine Mauer an der US-mexikanischen Grenze errichten zu lassen.

Sängerin Cher fühlte sich gar an das Deutsche Reich erinnert: „So wie in Deutschland in den 30ern haben Ärger und Wut die USA erfasst.“

Im Wahlkampf hatte die Demokratin Hillary Clinton deutlich mehr Stars auf ihrer Seite als Trump. Mehrere Promis hatten sogar angekündigt, das Land zu verlassen, falls Trump gewinnt - darunter Sängerin Barbra Streisand und Comedian Amy Schumer, wie CNN berichtete. Das Entsetzen der Clinton-Unterstützer ist nun groß.

Die USA haben entschieden - Die Wahlnacht in Bildern

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  • Donald Trump bei seiner Dankesrede in New York:

    Foto: Shawn Thew
  • Der Rechtspopulist wird 45. Präsident der USA.

    Foto: Shawn Thew
  • Anhänger von Donald Trump feiern vor dem Weißen Haus.

    Foto: dpa
  • Der Wahlkampf hat das Land gespalten: In Washington geraten Anhänger von Demokraten und Republikaner aneinander.

    Foto: Michael Reynolds
  • Donald Trump hatte mit beleidigenden Sprüchen viele gegen sich aufgebracht. Hier protestieren Einwanderer gegen den Republikaner.

    Foto: Michael Reynolds
  • In seiner Dankesrede versprach Trump, das Land einen zu wollen.

    Foto: Shawn Thew
  • Bei der Wahlparty von Hillary Clinton war die Stimmung gedrückt.

    Foto: Gary He
  • Clinton-Anhänger reagierten entsetzt angesichts der schlechten Wahlergebnisse aus dem ganzen Land.

    Foto: Andrew Gombert
  • Kampagnen-Chef John Podesta brach die Veranstaltung ab und kündigte an, dass sich Clinton in der Nacht (Ortszeit) nicht mehr äußern werde.

    Foto: Peter Foley
  • Die Enttäuschung war riesig.

    Foto: Justin Lane
  • Die internationalen Finanzmärkte (wie hier in Australien) rutschten ab.

    Foto: Paul Miller
  • Ereignis Wahl: Die Köpfe der beiden Kontrahenten sind auf das Empire State Building projiziert. Anfangs sah es noch gut aus für Clinton.

    Foto: Cnn

Statt eines Siegestaumels gab es Durchhalteparolen: „Uns wird man niemals zum Schweigen bringen“, schrieb Popstar Katy Perry. 

TV-Moderatorin Ellen DeGeneres postete: „Hillary, egal, wie das endet, ich bin so stolz auf dich und so geehrt, deine Freundin zu sein.“

Die Schauspielerin und Sängerin Ariana Grande nannte die Aussicht auf mindestens vier Jahren mit dem Republikaner Trump als US-Präsident „total furchteinflößend“.

TV-Sternchen Khloé Kardashian bezeichnete den Verlauf der Wahl als „Geschichte auf eine schlechte Weise“.

Webseite der kanadischen Einwanderungsbehörde überlastet

Der frühere Schach-Weltmeister Garri Kasparow, ein ausgesprochener Trump-Gegner, fasste sich kurz: „Winter ist da.“ Filmstar Ben Stiller zog einen kuriosen Vergleich - über die CNN-Moderatoren schrieb er: „Es ist, als wäre John King ein Arzt, der mir eine sehr schlechte Prognose überbringt und sagt, ich solle nicht ausflippen. Und Wolf Blitzer ist der Leiter des Krankenhauses.“

Die überraschenden Ergebnisse erinnerten den britischen Entertainer James Corden, der auch im US-Fernsehen erfolgreich ist, an das Brexit-Votum in seiner Heimat. „Brexit feelings“, schrieb er. Seine Landsfrau Lily Allen antwortete: „Canada feelings“. Berichten zufolge war die Webseite der kanadischen Einwanderungsbehörde während der US-Wahl mehrfach wegen Überlastung nicht aufzurufen.

Trump hatte prominente Unterstützung unter anderem von Wrestling-Ikone Hulk Hogan bekommen. „Ich bete für ein hoch erwünschtes Wunder heute Nacht“, schrieb Hogan. Über ein anderes Wahlergebnis freute sich indes Rapper Snoop Dogg: „Wir haben in Kalifornien gerade Marihuana legalisiert.“ Dazu schrieb er als Hashtag: „Raucht jeden Tag Weed.“

Geschockte Politiker in Deutschland

Im Netz zeigten sich auch deutsche Politiker geschockt. "Als Jugendliche war Amerika mein Traum. Heute...", twitterte die Fraktionschefin der Grünen, Katrin Göring-Eckardt.

"Wenn dieser Rechtspopulist und sexistische Hassprediger US-Präsident wird, dürfen wir uns auf einen politischen Kälteschock gefasst machen», schrieb SPD-Politiker Ralf Stegner auf dem Kurznachrichtendienst.

Sahra Wagenknecht sieht den Sieg nicht bei Trump, eher hätten US-Bürger für einen Wandel gestimmt, um gegen ein "Weiter so" zu stimmen.

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