Olympia
Gute Resonanz: Teamwettbewerb wohl weiter zu Beginn

Der neue Teamwettbewerb kam bei Eiskunstläufern und TV-Anstalten bestens an. Einzig der Zeitpunkt am Anfang ist umstritten. Viele der Stars liefen nur einmal. Savchenko/Szolkowy fehlten ganz. Nach Olympia wird überlegt, ob er besser am Schluss aufgehoben wäre.

Donnerstag, 20.02.2014, 13:02 Uhr

Sotschi (dpa) - Nach der Premiere des Teamwettkampfes bei Olympia waren die Eiskunstläufer begeistert und die TV-Anstalten mit den Einschaltquoten hochzufrieden. Einzig der Zeitpunkt sorgt immer noch für Diskussionen.

«Das Teamevent zu Beginn war einer der emotionalen Höhepunkte der ersten Tage. Wie der Zeitplan gestaltet wird und wie das Programm in Pyeongchang aussehen wird, dafür haben wir vier Jahre Zeit», sagte Thomas Bach, Präsident des Internationalen Olympischen Komitees (IOC), der Nachrichtenagentur dpa.

Die einen finden, der frühe Zeitpunkt hilft zur Eingewöhnung. Die anderen führen an, dass die Staffeln im Biathlon und Eisschnelllauf auch erst nach den Einzel-Disziplinen ausgetragen werden. «So ein Mannschaftswettbewerb sollte niemals am Anfang stattfinden», meinte Udo Dönsdorf, Sportdirektor der Deutschen Eislauf-Union: «Am Schluss würde noch mehr Spannung aufkommen.» Wenn der Mixed-Wettkampf am Ende stattgefunden hätte, wären auch die Olympia-Dritten Aljona Savchenko und Robin Szolkowy gestartet.

Die Gastgeber waren so begeistert von der eigenen Goldmedaille im Teamwettbewerb und der Stimmung im «Eisberg»-Palast, dass sie sogar die ursprünglichen Pläne fallen ließen, die Halle nach Olympia in ein Velodrom umzubauen. Nun soll die Arena mit 12 000 Sitzplätzen für die russische Traditionssportart erhalten bleiben. Sotschi will sich für eine Eiskunstlauf-EM oder -WM bewerben. «Es sollte sogar noch mehr Wettbewerbe in unserer schönen Sportart geben», betonte Alexej Mischin, Startrainer von Jewgeni Pluschenko: «Jetzt gibt es fünf Medaillen, warum nicht sogar sechs?»

Bei der Internationalen Eislauf-Union wird man nach Olympia darüber diskutieren, ob der Mannschaftsteil nicht doch in eine WM zu integrieren ist. Bisher gab es alle zwei Jahre eine Team Trophy in Japan. «Ich finde es richtig klasse, das sollte es immer bei der EM und WM geben», sagte Paarläufer Daniel Wende.

Im olympischen Programm werde das Teamevent auf jeden Fall bleiben, glaubt ISU-Eventmanager Peter Krick. «Die Resonanz war nur positiv, auch von den großen TV-Anstalten wie NBC.» Er macht den Läufern aber wenig Hoffnung, dass sie 2018 den Mannschaftsteil als Schlusspunkt erleben werden: «Nein, am Anfang wurde kontrovers diskutiert, aber die Stimmung hat sich gedreht.»

Viele nutzten die Chance zum Eingewöhnen, auch Läufer aus der zweiten Reihe bekämen eine Chance. «Nein, das Thema ist durch, es bleibt am Anfang», meinte der 70-Jährige. Auch Katarina Witt begrüßt das Beibehalten der jetzigen Terminierung, auch wenn nicht alle Stars dabei sind: «Dann bekommen auch Läufer aus der zweiten Reihe eine Chance, die alleine nie eine Medaille gewinnen könnten.»

Nicht angetastet wird das Schaulaufen der Bestplatzierten einen Tag vor Ende der Winterspiele. «Das ist lange vom Tisch, die TV-Anstalten haben richtig gute Einschaltquoten», versicherte Krick.

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