US-Gesundheitsbehörde
Vitamin E-Öl spielt Rolle bei Toten durch E-Zigaretten

Seit Monaten steigt die Zahl der Toten nach dem Gebrauch von E-Zigaretten in den USA an. Wissenschaftler suchen unter Hochdruck nach der Ursache - und können jetzt einen ersten kleinen Erfolg vermelden.

Samstag, 09.11.2019, 21:57 Uhr aktualisiert: 09.11.2019, 22:02 Uhr
39 Menschen sind in den USA bislang nach dem Gebrauch von E-Zigaretten in den USA gestorben, mehr als 2000 erkrankten.
39 Menschen sind in den USA bislang nach dem Gebrauch von E-Zigaretten in den USA gestorben, mehr als 2000 erkrankten. Foto: Lisa Ducret

New York (dpa) - Ein aus Vitamin E gewonnenes Öl könnte der amerikanischen Gesundheitsbehörde CDC zufolge eine mögliche Ursache für die Todesfälle nach dem Gebrauch von E-Zigaretten in den USA darstellen.

«Es handelt sich um das erste Mal, dass wir eine mögliche besorgniserregende Chemikalie in Proben von Patienten mit diesen Lungenkrankheiten entdeckt haben», teilte die Behörde am Freitag (Ortszeit) mit. Bei einer Untersuchung von Proben von Lungenflüssigkeit von 29 erkrankten Patienten aus 10 Bundesstaaten sei das Öl, ein Vitamin-E-Azetat, in allen Proben gefunden worden.

Vitamin E kommt natürlicherweise in verschiedenen Nahrungsmitteln wie Ölen oder Nüssen vor. Wegen seiner molekularen Struktur kann der Stoff beim Einatmen gefährlich werden.

Es müssten aber noch weitere Untersuchungen durchgeführt werden und es sei nicht auszuschließen, dass auch weitere Chemikalien zu den Erkrankungen beitrügen, hieß es vom CDC. Zuletzt hatte es bereits Hinweise gegeben, dass THC-Produkte eine Rolle spielen könnten. THC (Tetrahydrocannabinol) steckt in Cannabis und ist hauptsächlich für die berauschende Wirkung der Droge verantwortlich.

39 Menschen sind in den USA bislang nach dem Gebrauch von E-Zigaretten in den USA gestorben, mehr als 2000 erkrankten. In Deutschland und auch europaweit ist bislang kein ähnlicher Anstieg von Lungenschädigungen bekannt. Die Beschwerden scheinen sich weiterhin auf Nutzer in Nordamerika zu beschränken. In Deutschland sind die Zusammensetzungen der Wirkstoffe von E-Zigaretten strenger reguliert als in den USA.

Die US-Regierung kündigte an, das Mindestalter für die Nutzung von E-Zigaretten voraussichtlich von 18 auf 21 Jahre anheben zu wollen. Das werde ein Bericht empfehlen, der kommende Woche vorgestellt werden soll, sagte US-Präsident Donald Trump am Freitag im Garten des Weißen Hauses. «Wir müssen uns um unsere Kinder kümmern, das ist das Wichtigste.» Auch zu E-Zigaretten mit bestimmten Geschmacksrichtungen werde es Empfehlungen geben, sagte er. Solche E-Zigaretten gelten als besonders beliebt bei jungen Menschen.

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