Kurzporträt
Robert Mueller - Die schweigende Eminenz

Washington (dpa) - Robert Mueller schwieg. Fast zwei Jahre lang sprach der Sonderermittler in der Russland-Untersuchung um US-Präsident Donald Trump nicht ein einziges Mal öffentlich, gab keine Pressekonferenzen, keine Interviews.

Samstag, 23.03.2019, 13:23 Uhr aktualisiert: 23.03.2019, 13:28 Uhr
Fast zwei Jahre hat Robert Mueller in der Russland-Affäre um Donald Trump ermittelt.
Fast zwei Jahre hat Robert Mueller in der Russland-Affäre um Donald Trump ermittelt. Foto: Charles Dharapak

Der 74-Jährige erklärte sich nur durch seine Anklageschriften. In Zeiten, in denen der US-Präsident Donald Trump und der Kongress sich mit äußerst schlechten Beliebtheitswerten herumschlagen müssen, verbanden viele Menschen mit dem ehemaligen FBI-Chef die Hoffnung, dass die Gewaltenteilung in den USA funktioniert.

Donald Trump hat Mueller immer wieder attackiert. Er warf ihm vor, den Demokraten helfen zu wollen und eine «Hexenjagd» zu betreiben. Dabei ist Mueller registrierter Republikaner. Er gilt als integer und unabhängig sowie als akribischer, fast besessener Arbeiter.

Mueller studierte in den 1960er Jahren internationale Beziehungen und Jura, diente während des Vietnamkriegs im US-Militär, arbeitete später als Assistent des Justizministers Dick Thornburgh und als Bundesstaatsanwalt von Kalifornien.

2001 machte ihn der republikanische Präsident George W. Bush zum Leiter des FBI . Als Terroristen von Al-Kaida am 11. September Flugzeuge in das World Trade Center und das Pentagon steuerten, war Mueller gerade eine Woche im Amt. Nach den Anschlägen baute das FBI die Anti-Terror-Arbeit massiv aus. 2009 saß Mueller mit im so genannten Situation Room, als die Spezialeinheit Navy Seals den damaligen Kopf des Al-Kaida-Terrornetzwerkes, Osama bin Laden, tötete.

Wenige Monate vor dem Ende von Muellers Amtszeit explodierten am 19. April 2013 Bomben beim Boston-Marathon. Einen der Attentäter, Tamerlan Zarnajew, hatten FBI-Agenten zwei Jahre zuvor befragt, den Fall aber abgeschlossen. Mueller sagte der «Washington Post» später, das sei einer von zwei Momenten in seiner Karriere gewesen, auf die er am wenigsten stolz sei.

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