Angriff in Halle
Wenn antisemitische Einzeltäter zuschlagen

Halle (dpa) - Ob Altenheim, Museum, Schule oder Synagoge - nicht nur in Deutschland werden jüdische Institutionen häufig zum Ziel antisemitischer Einzeltäter.

Mittwoch, 09.10.2019, 19:41 Uhr aktualisiert: 09.10.2019, 19:46 Uhr
Ein Bus mit der Aufschrift «Evakuierung» wird von Polizei eskortiert. Bei Schüssen in Halle sind zwei Menschen getötet worden.
Ein Bus mit der Aufschrift «Evakuierung» wird von Polizei eskortiert. Bei Schüssen in Halle sind zwei Menschen getötet worden. Foto: Sebastian Willnow

Poway (USA), 2019 - Am letzten Tag des jüdischen Pessachfestes wird eine Frau in einer Synagoge erschossen. Es gibt drei Verletzte. Der Tatverdächtige - ein junger Weißer - steht derzeit vor Gericht

Pittsburgh (USA), 2018 - Ein Rechtsradikaler erschießt in der «Tree of Life»-Synagoge elf Menschen - das bisher folgenschwerste antisemitisch motivierte Verbrechen in der Geschichte der USA.

Brüssel (Belgien), 2014 - Im Jüdischen Museum tötet ein französischer Islamist vier Menschen und wird bald darauf festgenommen. Anfang 2019 beginnt der Prozess in Brüssel.

Overland Park (USA), 2014 - Ein Antisemit erschießt in einem jüdischen Gemeindezentrum und einem jüdischen Seniorenheim drei Menschen. Keines der Todesopfer ist jüdischen Glaubens.

Toulouse (Frankreich), 2012 - Vor einer jüdischen Schule tötet ein Franzose algerischer Herkunft drei Kinder und einen Lehrer. Einige Tage zuvor hatte er drei Soldaten umgebracht. Polizisten erschießen den islamistischen Attentäter.

München (Deutschland), 1970 - Brandanschlag auf ein jüdisches Altenheim, sieben Menschen sterben. Der oder die Täter werden nicht gefunden, 2017 stellt die Bundesanwaltschaft die Ermittlungen endgültig ein.

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