Vier Rezepte gegen den Regenblues
Wer braucht schon Sonne?

Das hier soll Frühling sein. Zeit für Grillabend und Stadtfest, für die Radtour durch laue Abendluft und entspanntes Abhängen im Garten oder auf dem Balkon. Theoretisch. In Wirklichkeit herrscht Dauergrau, der Regen macht kaum eine Pause. Einzelne Sonnentage wirken wie Hohn, nur die Temperatur des Regens ändert sich gelegentlich. Das schlägt aufs Gemüt. Hier sind vier Tipps gegen schlechte Laune.

Freitag, 31.05.2013, 18:05 Uhr

Vier Rezepte gegen den Regenblues : Wer braucht schon Sonne?
Foto: dpa

Einfach ignorieren

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Stillleben mit Schirm. Foto: Colourbox

Das Wochenende war fix verabredet. Lauter alte Bekannte, drei relaxte Tage Golf. Und dann? Nieselregen und Temperaturen um die sechs Grad. Was tun? Trotzdem spielen. Der Erste trat in Berg- statt in Golfschuhen an. Der Zweite trug lange Unterhosen – glücklicherweise unsichtbar. Jupp sah in dickem Anorak und mit Pudelmütze aus wie ein Skifahrer.

Die Runde hatte ihre Tücken. Kalte Muskeln führen zu kurzen Schlägen. Nasse Hände greifen rutschige Schläger sehr unzureichend. Auf einem vierstündigen Marsch durch sumpfige Wiesen helfen weder Golf- noch Bergschuhe. Von den Ergebnissen auf den Score­cards soll hier gar nicht erst geredet werden.

Sei’s drum. Es war ein großer Spaß, mal wieder einen halben Tag an der frischen Luft zu sein. Bewegung macht warm, Regen lässt sich ignorieren. Zum Schluss haben wir noch draußen gesessen und ein warmes Süppchen gegessen. Man muss es ja nicht übertreiben. Wie Jupp. Der ist wenig später noch zum Joggen gegangen; kaum anders gekleidet als zuvor beim Golf. Derweil saßen die anderen fröhlich beim Bier. Im gut geheizten Gasthaus.

Mamma Mia nach dem Putzen

Smanch einer zuckt zusammen: Putzen – das geht noch nicht mal an Regentagen!? Doch, es geht. Es macht sogar richtig gute Laune. Wer es nicht glauben will: Versuch macht klug.

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Juchuuu: Donna hüpft vor Freude. Das schaffen Sie auch.

Wenn es draußen wie aus Kübeln schüttet, sind genau die Ecken an der Reihe, die einen schon längere Zeit angelacht haben. Sie haben bereits gerufen: Mach’ mich sauber, räum‘ mich auf. Doch wenn dann mal die Sonne schien, setzte die sich lautstark durch: Komm’ raus,  spiel’ mit mir. Die Ecken waren deshalb auch schnell vergessen.

An einem der nächsten trist-grauen Schmuddeltage wird es jetzt also Zeit für all die Kühlschränke, Hauswirtschaftsräume und Badezimmer, die schon lange vergeblich nach Sauberkeit und Ordnung gerufen haben. Eines ist versprochen: Die Sonne geht bestimmt jedes  Mal auf, wenn der Kühlschrank blitzeblank geöffnet wird, der Hauswirtschaftsraum ohne Umwege betreten werden kann oder die Badfugen glänzen.

Zur Belohnung sei nach getaner Arbeit der Film „Mamma Mia“ mit Meryl Streep als Donna, Pierce Brosnan als Sam Carmichael und ganz vielen Abba-Songs empfohlen. Dann geht endgültig die Sonne auf. Schlechte Laune gibt es nicht mehr. Noch kein Reiseziel für den Sommer? Wie wäre es mit Griechenland  . . .

Wellness selbst gemacht

Beim Blick aus dem Fenster ist klar: Heute wird kein Fuß vor die Tür gesetzt. Das Wetter sieht eher nach November als nach Juni aus. Schnell die Wohnungstür zuschließen: Jetzt kommt auch keiner mehr herein. Das ist die Grundlage für das ganz  persönliche Wellness-Programm, das hauptsächlich bei Frauen für gute Laune sorgen dürfte.

Wasser in die Badewanne einlaufen lassen, einen gut riechenden Badezusatz hinzufügen, Kerze anzünden, eine  CD mit Entspannungsmusik einlegen – so schnell wird das eigene Badezimmer zur Wellness-Oase.

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Macht gute Laune: Ein Vollbad. Foto: dpa

Nach dem Bad können dann noch diverse Körperteile einer Extrabehandlung unterzogen werden. Das muss hier nicht einzeln aufgeführt werden – Frauen werden schon wissen, was gemeint ist.

So gepflegt, eingecremt und  gut duftend ist es anschließend Zeit für ein Glas Wein und ein gute Buch auf Sofa. Da kann es draußen schütten wie es will . . .

Shoppen ohne Limit

Zugegeben, es gibt günstigere Methoden, seine Laune zu verbessern, als durch die Straßen zu ziehen und sämtliche Läden zu stürmen, die gerade etwas besonders Schickes in den Schaufenstern zu bieten haben.

Doch die Shoppingtour hat Vorteile an verregneten Tagen. Der vordergründigste: Drinnen wird man nicht nass, kann den Regenschirm in den Ständer stellen und in aller Ruhe stöbern und probieren. Die Umkleidekabinen sind selten  belagert. Auch das ist unbestritten ein Vorteil, denn Regentage-Shoppen scheint zu den ganz besonderen Geheimtipps zu gehören.

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Alles in die Tüte: Shoppingtouren sind ideal an Regentagen. Foto: Colourbox

Gleichfalls zu bedenken: Etliche Einzelhändler haben den Sommer offenbar schon jetzt abgeschrieben und locken mit roten Preisschildern für luftige Röcke und Kleider.

Stellt sich natürlich die Frage, wann man die denn tragen soll? Das ist, zugegeben, tatsächlich ein Problem. Optimisten allerdings lösen das schnell. Zum einen, weil sie wissen, dass sich die Sonne doch noch mal durch die Wolken hindurchgraben wird. Zum anderen spricht doch nichts dagegen, Sommeroutfits zu kaufen, die auch im nächsten Jahr noch zu tragen sind. Denn dann wird das Wetter garantiert besser sein – Optimisten-Ehrenwort darauf!

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