Fußball, Blumen und Käse
10 Gründe, warum wir die Niederländer mögen

Die Niederlande haben gewählt - und sich mehrheitlich gegen einen politischen Rechtsruck entschieden. In Deutschland und weiteren Teilen Europas ist die Begeisterung groß. Denn auch wenn wir die Niederländer gerne mal auf den Arm nehmen, gibt es doch viele Gründe, warum sie unser Lieblingsnachbar sind.

Donnerstag, 16.03.2017, 15:28 Uhr aktualisiert: 16.03.2017, 20:47 Uhr
Fußball, Blumen und Käse : 10 Gründe, warum wir die Niederländer mögen
Nicht nur wegen des Königspaars Willem-Alexander und Maxima schauen die Deutschen gerne in ihr Nachbarland Foto: dpa

10 Gründe, warum wir die Niederländer mögen

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  • Amsterdam ist nicht nur wegen seiner vielen Grachten eine Perle unter Europas Hauptstädten. Das Flair in den zahlreichen kleinen Cafés, Gassen und entlang der Wasserstraßen und Alleen zieht Hunderttausende Deutsche jährlich in die niederländische Hauptstadt.

    Foto: Patrick Pleul
  • Die schönsten Tulpen kommen aus den Niederlanden. Im Frühling gleichen manche Gegenden in unserem westlichen Nachbarland einem warmen Farbenmeer in Gelb, Rot und Lila – Blumenparaden landauf, landab ziehen Besucher an. Wer sich für die Geschichte der Pflanzen interessiert, sollte sich einmal im Amsterdamer Tulpenmuseum umsehen.

    Foto: Hilke Segbers
  • Danke liebe Niederländer, dass Ihr Euch bei Fußball-Weltmeisterschaften auch gerne mal mit dem zweiten Platz begnügt. Irgendwer muss ja auch die Finalspiele verlieren. Dass Frank Rijkaard Rudi Völler 1990 bespuckt hat, haben wir Euch längst verziehen. Schließlich haben uns Fußballexporte wie Arjen Robben in der Bundesliga in den vergangenen Jahren viel Freude bereitet.

    Foto: Martina Hellmann
  • Der Gouda ist von deutschen Frühstückstischen kaum wegzudenken. In der gleichnamigen niederländischen Stadt, der der Käse seinen Namen verdankt, gibt es von April bis August einen wöchentlichen Käsemarkt sowie ein Käse- und Handwerksmuseum.

    Foto: Klaus Meyer
  • Das Hollandrad ist besonders robust und qualitativ hochwertig. Da es besonders für ebenes Terrain geeignet ist, schwören auch die Menschen aus dem flachen Münsterland häufig auf Hollandräder. Worum wir die Niederländer bis heute allerdings zurecht beneiden können, ist ihr hervorragend ausgebautes Netz aus Radschnellwegen.

    Foto: Stadt Ahlen
  • Sie sind auf nahezu allen Campingplätzen Europas heimisch. Die Niederländer lieben das Campen und ihre Wohnwagen. Sie sind bestens ausgestattet und oft sehr kommunikativ, hilfsbereit und tolle Nachbarn.

    Foto: Colourbox.com
  • Linda de Mol und ihr Bruder John de Mol stehen für beste deutsche Fernsehunterhaltung – vor allem Anfang der 2000er Jahre zeichneten die niederländisch Moderatorin und der Produzent für Erfolgsformate wie „Traumhochzeit“ oder „Big Brother“ verantwortlich. Auch „Wer wird Millionär?“ wird von Endemol produziert. Weitere prominente niederländische Fernsehexporte sind Rudi Carrell und Sylvie Meis.

    Foto: Marcel Hemelrijk
  • Egal ob der Freizeitpark in Efteling, der Abenteuerpark Hellendoorn oder der Vergnügungspark Slaghaaren – ein Ausflug in die zahlreichen niederländischen Freizeitparks lohnt sich vor allem für Familien mit Kindern.

    Foto: Marc Zahlmann
  • Die Niederländer sind Meister der ungesunden Schweinereien. Pommes, Frikandel Spezial, Weingummi und Vla sind nur einige Beispiele warum viele grenznah wohnende Deutsche regelmäßig einen kulinarischen Abstecher über die Grenze machen. Etwas gewöhnungsbedürftig: Fast Food gibt es in den Niederlanden vielerorts auch aus dem Automaten.

    Foto: dpa
  • Die niederländische Küste erstreckt sich von den Watteninseln im Norden über Nord- und Südholland bis Zeeland im Süden. Endlose Sandstrände laden zum Baden und Sonnen ein. Besonders rund um Amsterdam ist in den Sommermonaten an den Stränden – auch dank Deutscher Urlauber – die Hölle los.

    Foto: dpa

Deutsche und Niederländer im Klischee

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  • Wenn Deutsche über Niederländer reden und Niederländer über Deutsche, kommen früher oder später bestimmte Klischees zur Sprache. Einige davon stimmen sogar.

    Foto: colourbox.de
  • NIEDERLÄNDER HABEN WAS GEGEN DEUTSCHE

    Ein slowakischer Billigflieger warb 2007 in Österreich für seine Verbindung nach Amsterdam mit dem Slogan: „Besuchen Sie ein Land, wo Deutsche noch unbeliebter sind als hier!“ Der Satz traf damals schon nicht mehr richtig zu - und heute ganz bestimmt nicht.

    So erscheinen im Nachbarland mittlerweile Buchtitel wie „Warum wir auf einmal die Deutschen lieben“ oder „Wir können nicht alle Deutsche sein“. Deutschland ist das beliebteste Urlaubsland der Niederländer und Berlin so rasend populär, dass viele niederländische Clubs das „Berlijneske uitgaansleven“ (Berliner Nachtleben) zu imitieren versuchen.

    Foto: Martina Hellmann
  • NIEDERLÄNDER SPRECHEN ALLE DEUTSCH

    Stimmte früher, heute aber nicht mehr. Die Jungen können fast alle als Fremdsprache nur noch Englisch. Deshalb sollte man als Deutscher an einer holländischen Strandbude auch nicht einfach eine „Pommes rotweiß“ bestellen.

    Der Niederländer bestellt in einer deutschen Snackbar ja auch nicht frech „Patatje Oorlog“ (Pommes mit Mayonnaise, Zwiebeln und Erdnusssoße).

    Foto: Michael Baar
  • NIEDERLÄNDER SIND LOCKER

    Im Vergleich zu den Deutschen stimmt das hundertprozentig. Es gibt zum Beispiel keine niederländische Entsprechung für den Ausdruck „jemandem das Du anbieten“. Niederländer duzen sich einfach, sie müssen es nicht „anbieten“.

    Undenkbar wäre es auch, sich selbst mit Doktortitel vorzustellen oder jemanden damit anzusprechen. Das schafft nur unnötig Distanz. Auf der anderen Seite wissen es viele Niederländer aber durchaus zu schätzen, dass gute Umgangsformen in Deutschland noch stärker gefragt sind.

    Foto: Deniz Calagan
  • DEUTSCHE HABEN KEINEN HUMOR

    Galt früher als anerkannte Wahrheit und ist auch heute noch verbreitet. So spielte Ministerpräsident Mark Rutte letztes Jahr beim niederländischen „Correspondents‘ Dinner“ darauf an: Während seiner Rede klingelte plötzlich sein Handy, er guckte drauf und sah, es war „die Chefin“, Angela Merkel.

    Also ging er ran und erklärte ihr auf Deutsch, er habe gerade keine Zeit: „Ich bin Witze aan het machen - Witze, das ist Humor. Ja, ich weiß, das ist schwierig.“ Der Scherz kam bei den versammelten Journalisten aber überhaupt nicht an.

    „Natürlich haben Deutsche Humor“, beteuerte der Schriftsteller Thomas Rosenboom. „Aber er ist so subtil, dass wir Niederländer ihn nicht verstehen.“

    Foto: Stephanie Pilick
  • DEUTSCHE FAHREN NUR MIT HELM FAHRRAD

    Bekanntlich kein Vorurteil, sondern großenteils der Wahrheit entsprechend. Niederländer machen sich darüber gerne lustig. Es ist für sie Ausdruck von „German Angst“: Deutsche befürchten immer gleich das Schlimmste.

    Wobei man sagen muss: Die Gefahr, im Stadtverkehr unter die Räder zu kommen, ist in Deutschland ungleich größer als im Radler-Paradies Holland.

    Foto: A9999 DVR
  • DEUTSCHE KÖNNEN ALLES BESSER

    Wurde früher spöttisch erwidert, wenn deutsche Touristen es mal wieder nicht lassen konnten, Niederländern vorzuhalten: „Also bei uns in Deutschland, da machen wir das so...“

    Inzwischen allerdings sind die Niederländer davon überzeugt, dass in Deutschland wirklich vieles besser ist, zum Beispiel die Pünktlichkeit der Züge (ein geradezu unausrottbares Vorurteil) und - schmerzlicherweise - sogar der Fußball.

    Foto: Stephanie Pilick
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