Berliner Zoo
Bären mit Charakter: Die Pandas Meng Meng und Jiao Qing

Berlin (dpa) - Panda ist nicht gleich Panda. Die Neuzugänge aus China zeigen seit ihrer Ankunft in der Hauptstadt sehr individuelle Charakterzüge.

Mittwoch, 05.07.2017, 10:07 Uhr

Vor dem Panda-Gehege: Der Zoo- und Tierparkdirektor Andreas Knieriem freut sich über den Pandazuwachs.
Vor dem Panda-Gehege: Der Zoo- und Tierparkdirektor Andreas Knieriem freut sich über den Pandazuwachs. Foto: Jörg Carstensen

Dass Riesenpandas bei Menschen so beliebt sind, liegt vor allem am Kindchenschema: runde Öhrchen, nahe zusammenstehende Kulleraugen, Stupsnase und ein Mäulchen, das zu lächeln scheint. Wenn Pandas dann noch die schwarzen Hintertatzen entspannt von sich strecken und an einem Stück Bambus kauen, ist ihr Niedlichkeitsfaktor perfekt.

Meng Meng, gesprochen Möng Möng, zu deutsch Träumchen. Von ihren Manieren her ist die Pandadame, geboren am 10. Juli 2013 in der chinesischen Zuchtstation in Chengdu, jetzt schon ein Traum: Mit 77 Kilo ist sie für eine ausgewachsene Bärin zierlich, dazu sanftmütig, verspielt und neugierig.

Auf jeden Fall ist Meng Meng mit ihrer fernöstlichen Höflichkeit geeignet für das diplomatische Parkett Berlins . Und wahrscheinlich auch als künftiger Publikumsliebling. Denn Träumchen ist noch sehr verspielt. «Die wird der Kasper auf der Anlage», prophezeit ihr Pfleger Christian Toll .

Bisher vergnügt sich Lady Panda zum Eingewöhnen im Innengehege. Neuem ist sie dabei sehr aufgeschlossen. Den gewohnten Bambus aus China lässt sie links liegen, seit auch europäischer Bambus auf der Speisekarte steht. Ein Panda mampft davon locker 40 Kilo am Tag.

Jiao Qing, gesprochen Jiao Tsching, zu deutsch Schätzchen, ist auf jeden Fall ein Bär, der zu Berlin passt. Außer Bambus nimmt der schwarz-weiße 108-Kilo-Koloss kein Blatt vor den Mund.

Schon bei seiner Ankunft am Berliner Flughafen knurrte er souverän Politiker an, die sich ihm in bester Begrüßungsabsicht näherten, den chinesischen Botschafter eingeschlossen.

Geboren am 15. Juli 2010 in Chengdu, geht das Pandamännchen artgerecht in seiner Rolle auf: Chef im Ring. Sollte die nächste Bambusmahlzeit im Zoo zu lange auf sich warten lassen, tut Jiao Qing seinen Unmut lautstark kund. «Der hat sich super eingelebt», sagt sein Pfleger Toll. «Er ist im Herzen auf jeden Fall Berliner.»

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