Videoüberwachung in Enschede
Wildpinkler und Schläger 2016 im Fokus der Kameras

Enschede -

Wildpinkeln während eines abendlichen Bummels durch die Enscheder Innenstadt? Besser nicht! Sonst kann es passieren, dass die unschöne Szene von einer der Kameras der Stadtverwaltung oder der Polizei festgehalten wird – im Zweifelsfall mit teuren Folgen.

Donnerstag, 06.07.2017, 09:07 Uhr

Ein Dutzend Videokameras – hier ein Symbolbild – sind in Enschede für die Überwachung im Einsatz.
Ein Dutzend Videokameras – hier ein Symbolbild – sind in Enschede für die Überwachung im Einsatz. Foto: Oliver Berg/dpa

Die Kameralinsen in Enschede bekamen im Jahr 2016 noch ganz andere Dinge zu sehen als Männer, die an Hauswänden urinieren: Die Bilder zeigen 98 Schlägereien, 51 Festnahmen, 17 Drogengeschäfte, 13 gesuchte Personen – und eben 57 Wildpinkler. Außerdem wurden 717 Fotos von Menschen aufgenommen, die sich in der Innenstadt verdächtig verhielten. Diese Statistik hat jetzt die Enscheder Stadtverwaltung veröffentlicht.

Insgesamt haben die Kameras im Stadtgebiet im vergangenen Jahr 1212 sogenannte „Feststellungen“ im Bild festgehalten. Zum Vergleich: 2015 wurden von den Kameras insgesamt 962 Vorfälle aufgezeichnet. In 55 Fällen wurden die Bilder 2016 im Zusammenhang mit strafrechtlichen Verfahren verwendet.

Die Genehmigung für den Einsatz der Kameras war Ende Juni diesen Jahres ausgelaufen, wurde aber inzwischen verlängert, berichtet die in Enschede erscheinende Tageszeitung „Twentsche Courant Tubantia“. Bisher gab es an zehn Standorten in Enschede eine Kameraüberwachung, inzwischen ist die Zahl der Standorte auf ein Dutzend erweitert worden – neu hinzugekommen sind das Gebiet rund um das Rathaus und die Walstraat. Die Kameras nehmen rund um die Uhr Bilder auf, die anschließend 28 Tage lang gespeichert werden, so die Stadt Enschede.

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