Zoo Osnabrück
Braunbärin Susi eingeschläfert

Der Zoo Osnabrück trauert um seine Braunbärin Susi, die im hohen Alter von 38 Jahren eingeschläfert werden musste. Zoomitarbeitern und Besuchern fiel der Abschied von der beliebten Bärin sehr schwer. Doch der Leidensdruck für das schwer kranke Tier war bereits sehr weit fortgeschritten und so war dies die richtige Entscheidung, wie der Zoo betont.

Mittwoch, 12.09.2018, 18:38 Uhr
Veröffentlicht: Mittwoch, 12.09.2018, 17:13 Uhr
Zuletzt bearbeitet: Mittwoch, 12.09.2018, 18:38 Uhr
Braunbär Susi sitzt in ihrem Gehege des Zoo Osnabrück. Der Zoo hat Susi im Alter von 38 Jahren am 12.09.2018 einschläfern lassen.
Braunbär Susi sitzt in ihrem Gehege des Zoo Osnabrück. Der Zoo hat Susi im Alter von 38 Jahren am 12.09.2018 einschläfern lassen. Foto: Svenja Vortmann

Die Bärin zeigte schon seit mehreren Jahren Anzeichen von Alterserscheinungen: Susi war inzwischen vollkommen erblindet und bewegte sich nur noch sehr wenig, war jedoch unter der tierärztlichen Versorgung und Pflege der Tierpfleger immer recht zufrieden in ihrem Zuhause am Schölerberg. 

Tobias Klumpe, wissenschaftlicher Kurator im Zoo Osnabrück, bedauert: „Diese Entscheidung ist wohl eine der schwersten für uns Zoomitarbeiter, wenn wir ein Tier gehen lassen müssen. Aber auch dafür haben wir die Verantwortung. Wir dürfen unsere Tiere nicht leiden lassen und bei Susi waren die Anzeichen klar zu erkennen, dass das Leben für sie nun sehr schwierig wird.“ 

Schwere Entscheidung

So setzte ihr der diesjährige Sommer mit seinen hohen Temperaturen zusätzlich zu. Sie litt unter schweren Herz-Kreislauf-Problemen und war nicht mehr in der Lage, sich zu bewegen. "Schließlich haben wir in unserer selbst gebildeten Ethik-Kommission aus Tierpflegern, Kurator und Tierarzt die Entscheidung getroffen, dass wir sie nicht leiden lassen dürfen", erzählt Klumpe. "Dabei ist sie friedlich eingeschlafen." In der Wildnis werden Braunbären zwischen 20 und 30 Jahre alt.

Ungewollte Paarung

Susi lebte seit Sommer 1980 im Zoo Osnabrück und somit fast ihr ganzes Leben lang. Mit sechs Monaten zog sie vom Zoo Prag mit weiteren Bärenjungtieren in die damals neue Bärenanlage ein. Unter anderem auch der Eisbär Elvis, mit dem sie später ungewollt zwei Hybrid-Bären bekam: Tips und Taps. 

Die Bärin Tips entkam im März 2017 aus dem Gehege. Um einen Angriff des gereizten Tiers auf Mitarbeiter und Zoobesucher zu verhindern, musste sie erschossen werden. Ihr Bruder Taps lebt noch immer im Zoo Osnabrück.

Ausgebüxte Mantelaffen sind zurück im Allwetterzoo

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  • Foto: Matthias Ahlke
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  • Zoodirektor Dr. Thomas Wilms mit einer Mitarbeiterin des Allwetterzoos.

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  • Zoodirektor Dr. Thomas Wilms

    Foto: Ralf Repöhler
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