Heute ist Welt-Kaffee-Tag
Ohne Kaffee? Ohne mich

Es gibt Menschen, die sich schon am Abend auf ihren Kaffee am Morgen freuen. Mit Milch oder ohne, gezuckert oder pur, aus dem Kaffeevollautomaten oder baristaesk: Kaffee ist Kult!

Montag, 01.10.2018, 03:00 Uhr aktualisiert: 01.10.2018, 10:36 Uhr
Heute ist Welt-Kaffee-Tag: Ohne Kaffee? Ohne mich
Internationale Ehrung seit 2015: Am 1. Oktober ist Weltkaffeetag. Foto: colourbox.de (Symbolbild)

Mit getrübter Sicht und halb verschlossenen Augen krabbeln sie aus ihren Betten und schlurfen scheinbar ziellos los. Doch der wankende Gang täuscht, denn das Ziel ist mehr als klar: Küche, dann Kaffee! Und das jeden Morgen. Nachmittags treffen sie sich dann mit Freunden im Café und bestellen ihn voller Freude wieder. Je nach Dauer des Plausches dann auch gerne ein oder zwei weitere Kaffeevariationen. Die Kasse klingelt, das Koffein kickt. Ein Konsumverhalten, das sich in der Statistik widerspiegelt: Laut Deutschem Kaffeeverband haben Bundesbürger im Jahr 2017 durchschnittlich 162 Liter Kaffee pro Kopf konsumiert.

Kaffee vs. Tee

Dabei könnte es zur Abwechslung doch auch mal Tee sein. Menschen mit nervösem Magen schwören immerhin darauf. Im Jahr 2017 haben sich Deutsche pro Kopf 27,5 Liter Tee gegönnt. Laut Deutschem Teeverband "ein starkes Ergebnis" . Der Deutsche Kaffeeverband kann da vermutlich nur müde lächeln.

Doch für Kaffeeliebhaber stellt sich die Frage nach einem alternativen Wachmacher erst gar nicht. Ist die Kaffeemaschine kaputt, tut's auch ein handgebrühter Kaffee mit einem Filter und einem Filterpapier - und wenn das Filterpapier fehlt? Dann halt eben ohne. Keine Milch im Haus? Egal!

Für viele Kaffeetrinker ist eine weitere Zutat im Kaffee ohnehin skandalös. Alexandre Dumas war da im Verzehr ganz bei ihnen: "Drei Dinge gehören zu einem guten Kaffee", so der französische Schriftsteller und Bühnenautor, "erstens Kaffee, zweitens Kaffee und drittens nochmals Kaffee."

Vom Tag des Kaffees in Deutschland bis zum Welt-Kaffee-Tag

Initiiert vom Deutschen Kaffeeverband, wird der Tag des Kaffees in Deutschland bereits zum 13. Mal gefeiert. Seit 2015 wird das Heißgetränk auch international geehrt - und seitdem gemeinsam am 1. Oktober gewürdigt. Der Organisator des internationalen Ehrentages ist die International Coffee Organization (ICO). Genutzt wird der Tag, um Aktionen rund um den Kaffee zu planen, aber auch, um auf wichtige Themen aufmerksam zu machen.

Women in Coffee

In diesem Jahr geht es in der Kampagne der International Coffee Organization um "Frauen im Kaffee-Sektor" : So spielten auch Frauen eine wichtige Rolle sowohl in der Herstellung, Verbreitung als auch dem Konsum des Kaffees ("Von der Bohne bis zur Tasse"). Doch die Kampagne will mehr als nur eine Hommage an die Frau sein und daran erinnern, dass sie in dieser Branche mithilft. Laut ICO soll eben auch auf die Notwendigkeit der Gleichberechtigung im Kaffee-Sektor hingewiesen werden. Frauen sollten gezielt gefördert werden, damit sie dieselben Möglichkeiten haben wie Männer. Daraus resultierten soziale und ökonomische Vorteile: "Because strong women mean strong coffee", so die ICO in ihrem YouTube-Video zur 2018er Kampagne.

#kaffeeistkult

Im vergangenen Jahr hat der Deutsche Kaffeeverband anlässlich des Welt-Kaffee-Tages Menschen dazu aufgerufen , unter dem Hashtag #kaffeeistkult kurze Videos und Fotos auf sozialen Netzwerken hochzuladen, um ihren ganz persönlichen Genussmoment mit der Welt zu teilen.

In diesem Jahr können sich User und Unternehmen mit dem Hashtag #tagdeskaffees und/oder #tdk2018aktion beteiligen.

Aktionen in der Region

Auch auf lokaler Ebene gibt es Aktionen zum Thema "Kaffee". So fand beispielsweise in Westerkappeln - allerdings bereits am 30. September - ein "Faires Kaffeetrinken" im Dietrich-Bonhoeffer-Haus statt. Veranstalter waren die "Eine-Welt-Gruppe" und der Steuerungskreis "Fairtrade Town". Zwischen 15 und 17:30 Uhr gab es unter anderem Kaffee und Gebäck aus fairem Handel. Die Kaffeerösterei "Röstkunst" in Lüdinghausen bietet am Weltkaffeetag den Espresso für einen Euro an (kostet sonst 1,80 Euro). Ein Blick in die Kaffeerösterei ums Eck lohnt also besonders heute.

Zum Thema

Wie "Information und Technik Nordrhein-Westfalen" (IT.NRW) mitteilt, wurden in NRW in acht Betrieben des Verarbeitenden Gewerbes 76.320 Tonnen Röstkaffee hergestellt. Das waren 3,6 Prozent mehr als im Vergleichszeitraum des Vorjahres. Mehr als die Hälfte (53,1 Prozent) der nordrhein-westfälischen Röstkaffee-Produktion wurde in Betrieben des Regierungsbezirks Münster hergestellt. Der Absatzwert des in NRW hergestellten Röstkaffees lag 2017 bei 405,2 Millionen Euro; das waren 24,7 Millionen Euro mehr als ein Jahr zuvor (+6,5 Prozent). Bundesweit lag der Absatzwert bei 1,77 Milliarden Euro; das waren 64 Millionen Euro bzw. 3,7 Prozent weniger als im Jahr zuvor.

Die Angaben beziehen sich auf Betriebe von Unternehmen des Verarbeitenden Gewerbes mit 20 oder mehr tätigen Personen; die Produktion von Kaffee in Kleinröstereien wurde nicht berücksichtigt, teilt IT.NRW mit.

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Wissenswertes

In diesem Sinne: Kommen Sie gut durch den Tag!

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