EU-Richtlinie
43 Millionen Führerscheine werden bald ungültig

Berlin/Münster -

Fast 43 Millionen Führerscheine werden in den nächsten Jahren in Deutschland ungültig. Grund ist eine EU-Richtlinie, mit der ein einheitliches, fälschungssicheres Dokument eingeführt werden soll.

Mittwoch, 13.02.2019, 15:22 Uhr aktualisiert: 13.02.2019, 17:26 Uhr
EU-Richtlinie: 43 Millionen Führerscheine werden bald ungültig
43 Millionen deutsche Führerscheine werden bald ungültig. Foto: dpa

Im Detail geht es um etwa 15 Millionen Papier-Führerscheine, die bis 1998 ausgegeben wurden und über 28 Millionen Scheckkarten-Führerscheine, die von 1999 bis 2013 ausgestellt wurden.

Gestaffelter Umtausch

Voraussichtlich am Freitag entscheidet der Bundesrat über eine Staffelung nach Alter beziehungsweise Ausstellungsdatum, nach der Führerschein-Inhaber ihre Dokumente austauschen lassen müssen. Eine erneute Führerscheinprüfung muss nicht abgelegt werden.

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So soll die Staffelung aussehen, wenn der Bundesrat zustimmt:

Der Austausch der Papierführerscheine soll nach Alter der Autofahrer geschehen:

  • vor 1953 geboren: Umtausch bis 2033
  • geboren in 1953 bis 1958: Umtausch bis 2022
  • 1959 bis 1964 geboren: Umtausch bis 2023
  • 1965 bis 1970 geboren: Umtausch bis 2024
  • 1971 und jünger: Umtausch bis 2025

Die Scheckkartenführerscheine werden nach Ausstellungsjahr gestaffelt, ausgetauscht:

  • bis 2001: Umtausch bis Januar 2026
  • 2002 und 2003: Umtausch bis Januar 2027
  • 2004 und 2005: Umtausch bis Januar 2028
  • 2006 und 2007: Umtausch bis Januar 2029
  • 2008 und 2009: Umtausch bis Januar 2030
  • 2010 und 2011: Umtausch bis Januar 2031
  • 2012 und 2013: Umtausch bis Januar 2032

Quelle: ADAC

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Bußgeld droht

Bei der Beantragung des neuen Führerscheins müssen die Autofahrer persönlich bei den Behörden erscheinen. Die Beantragung des neuen Dokuments kostet 25 Euro. Außerdem müssen Autofahrer ein aktuelles biometrisches Passbild mitbringen.

Zudem sollen ab 2033 alle Führerscheine in einer Datenbank erfasst werden, um zukünftig Missbrauch auszuschließen, erklärt der ADAC.

Wer mit einem abgelaufenen Führerschein erwischt wird, muss mit einem empfindlichen Bußgeld rechnen.

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